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Gesundheitspolitik 7. September 2012

Augenarzt oder Optiker?

Geht es um die Augengesundheit, so bevorzugt ein Großteil der Bevölkerung den Optiker als Experten. Vor allem kurze Wartezeiten überzeugen von seiner Dienstleistung. Augenärzte plädieren für bessere Vorsorge- und Versorgungsprozesse.

Eine vom Marktforschungsinstitut SPECTRA durchgeführte Umfrage zur extramuralen Versorgung der Augen zeigt, dass etwa die Hälfte der Österreicher Probleme mit ihren Augen hat: 25 Prozent brauchen eine optische Brille, rund zehn Prozent leiden an trockenem Auge oder an Augenentzündungen und rund fünf Prozent haben grauen oder grünen Star.

Die Wartezeiten auf Termine beim Augenarzt oder auf die Behandlung in der Ordination sehen viele der Befragten als gravierenden Mangel und als Hauptursache, warum sie lieber dem Optiker vertrauen, wenn es um die Augengesundheit geht. Zudem lassen Patienten auch immer wieder anklingen, dass ihnen das Ambiente vieler Ordinationen weit weniger zusagt, als jenes beim Optiker.

Die Ergebnisse sind eine deutliche Aufforderung, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu schärfen, welche Leistungen wo erbracht werden können, dürfen und müssen. Augenärzte sind gefordert, vor allem in Sachen Prävention einen niederschwelligen Zugang zu bieten und ihre Leistungen deutlich besser zu vermarkten. Immerhin zwölf Jahre Ausbildung, entsprechendes Know-how und umfassende Untersuchungsmöglichkeiten führen dazu, dass schwerwiegende Erkrankungen auch bei Routineuntersuchungen rechtzeitig erkannt und therapiert werden können. Dazu gehören auch Systemerkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen.

Mit der Kampagne „Augenblick“ hat die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) bereits erste Erfolge erzielt, das Image der Augenärzte zurechtzurücken und ein breites Bewusstsein für den Stellenwert der Augengesundheit und die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrollen zu schaffen.

 Dr. Peter Gorka  Anton Koller, Msc. Clinical Optometry

Unsere Standpunkte (von links nach rechts)

Standpunkt 1: Dr. Peter Gorka
 „Die Wartezeiten der meisten Augenärzte sind leistungs- und patientenfeindlich, ds ist ein Handlungsauftrag.“
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Standpunkt 2: Anton Koller Msc, Klinische Optometrie
 „Der erste Weg zur Sehschärfenkorrektur führt meist zum Augenoptiker oder Optometristen“
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