zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 29. August 2012

Emergency Rooms für Wien

Erstversorgungszentren sollen Wiener Spitalambulanzen entlasten.

Wiens Spitalambulanzen sehen sich mit immer größerem Ansturm konfrontiert, was zum Teil sehr lange Wartezeiten bedeutet. Zwecks Entlastung will die Stadt nun in der Erstbetreuung neue Wege gehen und auf sogenannte Erstversorgungszentren setzen. Dort werden künftig alle Patienten von einem Ärzteteam nach Dringlichkeit angesehen und - wenn nötig - an die passenden Ambulanzen zugewiesen. Ein erstes Pilotprojekt startet im September im Krankenhaus Hietzing, kündigte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely in einer Pressekonferenz an.

 

Kranke Menschen müssen dort nicht mehr überlegen, wo sie hinmüssen, da das Erstversorgungszentrum, das ähnlich einem "Emergency Room" organisiert ist, als Anlaufstelle für alle dient. Die Patienten würden damit nicht mehr von Station zu Station wandern, sondern die Fachärzte kämen zu ihnen, erklärte Wilhelm Marhold, Direktor des Krankenanstaltenverbundes (KAV).

Erstbehandlung vom Notfallteam

Alle Patienten werden von einem 24-Stunden-Notfallteam erstbehandelt. Nach der Diagnose wird entschieden, ob die Betroffenen wieder heimgehen können oder weiterbetreut werden müssen - also beispielsweise eine stationäre Aufnahme oder eine Operation notwendig sind. Dadurch sollen sich u.a. die Warte- und Anmeldezeiten auf den Fachambulanzen verkürzen.

Im Oktober soll ein weiteres Testzentrum im Wilhelminenspital eingerichtet werden. Die Erfahrungen werden in die geplante Erstversorgung im Krankenhaus Nord einfließen, das 2015 seinen Teilbetrieb startet.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben