zur Navigation zum Inhalt
Foto: PhotoDisc
Sich für die Gesundheitsförderung einzubringen, ist Schulärztinnen und -ärzten wegen fehlender zeitlicher und finanzieller Ressourcen kaum möglich.
 
Gesundheitspolitik 15. Juni 2009

Schulärzte: Alles beim Alten

Kaum Verbesserungen bei der schulärztlichen Versorgung.

Gesundheit soll auch in der Schule stärker Thema sein, so die Theorie. Es gibt zwar Schulärzte, diese haben aber oft wenig Kontakt zu Kindern und Jugendlichen sowie unzureichende Möglichkeiten für ihre Tätigkeit.

60 Prozent der Schulärzte sehen die Schüler ihrer Schule nur einmal im Jahr. Die Arbeitsbedingungen und die Honorierung dieser Ärzte sind nach wie vor sehr unterschiedlich. Es wird zwar viel von Prävention und Gesundheitsförderung schon in der Schule gesprochen – von Seiten der Mediziner kann diese aber nur viel zu selten wirklich adäquat initiiert, unterstützt oder mitgetragen werden. In den vergangenen Jahren gab es verschiedene Pilotprojekte, um unterschiedliche Formen der Intensivierung schulärztlicher Betreuung außerhalb von Bundesschulen umzusetzen. Obwohl manche sehr erfolgreich waren, sind sie alle wieder ausgelaufen. Was ebenso für Frustrationen sorgt: Die aktuelle Situation unterscheidet sich nicht von der vor zehn Jahren, in der Zwischenzeit hat sich kaum etwas zum Besseren geändert. Im aktuellen Regierungsprogramm finden sich zwar einige wenige Aussagen zum Thema Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, von einer Verbesserung der Situation der Schulärzte ist aber nichts zu finden. Ein großer Hemmschuh sind die zwischen Gesundheits- und Bildungsministerium verteilten Kompetenzen.

Kürzlich wurde die Gesellschaft der SchulärztInnen Österreich gegründet. Diese versucht, neue Akzente zu setzen. Ob der Zusammenschluss der Schulärzte mehr Erfolg haben wird als andere Initiativen, ist noch sehr fraglich.

www.schulaerzte.at

Lesen Sie zu diesem Thema auch diese Standpunkte:

Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher, Ärzte Woche 24 /2009

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben