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Jan Oliver Huber, Generalsekretär Pharmig
 
Gesundheitspolitik 12. August 2012

Tierversuche: Bürokratischer Aufwand gefährdet Forschung

Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig) schließt sich in der Debatte zum Entwurf für ein neues Tierversuchsgesetz der Kritik der Forscher an.

Diese hatten in einer Aussendung vor einer Gefährdung des Forschungsstandorts Österreich gewarnt, weil der Entwurf unter anderem eine Ausweitung der Definition von Tierversuchen vorsah. Schließlich sei dessen Erhalt ein wichtiger Faktor für die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft und für den Verbleib von hoch spezialisierten Wissenschaftlern in Österreich. "Österreich braucht Forschung und Fortschritt zur Verbesserung des Lebens", so Huber.

Vermeidung - Verminderung -Verfeinerung

Der Entwurf zum Tierversuchsgesetz setzt eine europäische Richtlinie um, deren Credo das Prinzip Vermeidung - Verminderung -Verfeinerung von Tierversuchen ist und wodurch Doppelversuche europaweit vermieden werden sollen. Zu diesem Prinzip bekennt sich auch die pharmazeutische Industrie.

Für die Erforschung innovativer Arzneimittel sind Tierversuche in der Präklinik eine unabdingbare Voraussetzung. Zudem gibt es gesetzliche Regelungen, die vorsehen, dass neue Substanzen erst an Zellkulturen, dann an Tieren und zuletzt erst an Menschen geprüft werden müssen. "Ohne Tierversuche ist die Erforschung neuer Arzneimittel also nicht möglich. Insofern retten Tierversuche Menschenleben", so Huber abschließend.

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