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BM Rudolf Hundstorfer, BM Alois Stöger (v.l.n.r.) präsentierten die neue Lebensmittel-Check-Webseite.
 
Gesundheitspolitik 7. August 2012

Neuer Service: Der Lebensmittel-Check Online

Neue Website mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums.

Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer, Gesundheitsminister Alois Stöger und der Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) Franz Floss präsentierten ein neues Internetserviceangebot des VKI für KonsumentInnen. Die neue, vom Konsumentenschutzministerium und dem Gesundheitsministerium finanziell geförderte Website www.lebensmittel-check.at dient als Informations- und Meldeplattform für Produkte, die hinsichtlich Verpackung, Kennzeichnung oder Werbung potenziell irreführende Elemente enthalten. Die Meldungen werden vom VKI geprüft und bei Bedarf wird eine Stellungnahme des Herstellers eingeholt. Die Plattform soll vor allem für mehr Klarheit und Transparenz im Lebensmittelbereich sorgen.



"Lebensmittel stellen einen zentralen Bereich für alle KonsumentInnen dar. Wir müssen in jedem Fall sicherstellen, dass unlautere Geschäftspraktiken eingedämmt werden. Die Website stellt in diesem Prozess eine wichtige Weiterentwicklung dar- ein Schritt hin zu mehr Produktsicherheit", erklärte Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer bei der Präsentation der neuen Web-Seite.

"Die Konsumentinnen und Konsumenten dürfen beim Lebensmitteleinkauf nicht getäuscht werden. Wichtig ist, dass die Lebensmittelkennzeichnung transparent und ehrlich ist. Dafür gibt es einerseits strenge Gesetze und zum besseren Verständnis der Lebensmittelkennzeichnung und Beleuchtung der rechtlichen "Grauzonen" nun den Lebensmittelcheck. Die Menschen sollen sich mit ihren Fragen an eine kompetente Stelle richten können, die missverständliche Kennzeichnungen öffentlich darstellt", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Lebensmittelcheck.

Beanstandungen wegen Gesundheitsschädlichkeit zurückgegangen

"Kennzeichnungsmängel sind der mit Abstand häufigste Grund für Beanstandungen durch die Behörden bei der Lebensmittelkontrolle. Beanstandungen wegen Gesundheitsschädlichkeit sind weiter zurückgegangen. 2011 waren bei 32.000 amtlichen Proben 0,5 Prozent der Proben gesundheitsschädlich, wohingegen 8,3 Prozent der Proben wegen Kennzeichnungsmängeln oder Irreführung beanstandet wurden. Das ist im Vergleich zum Jahr davor ebenfalls ein Rückgang und immer noch unerfreulich, zeigt aber auch, dass die klar überwiegende Mehrheit der Lebensmittel korrekt gekennzeichnet ist. Durch den Lebensmittelcheck werden wir die Diskussion versachlichen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform bieten können", führte Gesundheitsminister Alois Stöger weiter aus.

Der Geschäftsführer des VKI, Franz Floss, betonte die Wichtigkeit von exakten und richtigen Produktinformationen: "Erfreulicherweise wurden in letzter Zeit beachtenswerte Fortschritte hinsichtlich der Kennzeichnung von Imitaten und der Health Claims-Verordnung gemacht. Allerdings bleibt nach wie vor ein gar nicht so kleiner Graubereich: Auch was gesetzlich gerade noch erlaubt ist, kann geeignet sein, Konsumentinnen und Konsumenten in die Irre zu führen. Auf www.lebensmittel-check.at werden daher künftig jede Woche zwei neue, potenziell irreführende Produktbeschreibungen veröffentlicht. KonsumentInnen können sich hier nicht nur über Produkte informieren, sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, Produkte zu melden, die ihnen hinsichtlich Verpackung, Kennzeichnung oder Werbung unangenehm aufgefallen sind. Damit soll nicht nur ein Beitrag zu einem Mehr an Verbraucherbildung geleistet werden, sondern auch Hersteller dazu angeregt werden, ihre Produkte bzw. Verpackungen konsumentenfreundlicher zu gestalten. Letztlich soll www.lebensmittel-check.at  damit zu mehr Klarheit und Transparenz im Lebensmittelbereich beitragen.", so Floss.

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