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Gesundheitspolitik 29. Juli 2012

PatientInnenanwältin Pilz zur ELGA-Ärztekammerkampagne

„Desinformationskampagne statt seriöser Information“

"Die Wiener Ärztekammer versucht einmal mehr, die Patienten und Patientinnen vor den eigenen Karren zu spannen", äußert die Wiener PatientInnenanwältin Sigrid Pilz ihr Unverständnis für die nun angekündigte Anti-ELGA Kampagne in den Wiener Ordinationen. "Es ist unerträglich, wie man mit der Feststellung, dass es 100.000 Zugriffsberechtigte in ELGA geben wird, kranken Menschen Angst einjagen will", kritisiert Pilz das Flugblatt mit dem zur Unterschrift gegen ELGA mobilisiert wird.

Zugriff penibel geregelt

"Präsident Szekeres weiß ganz genau, dass der Zugriff auf die Daten der einzelnen Patienten penibel geregelt und extrem eingeschränkt ist. Man nimmt aber offensichtlich gern in Kauf, dass die Wienerinnen und Wiener nun nach Lektüre des Flugblatts befürchten, tausende Unberechtigte würden ungehindert in ihren persönlichen Krankengeschichten stöbern."

Zurück zur Sachlichkeit

Pilz sieht in ELGA einen wichtigen Schritt zu mehr Sicherheit für die Patienten. "Es ist aber klar, dass der lückenlose Datenschutz  insbesondere durch die Verwendung modernster Technologien im Interesse der Patienten sichergestellt sein muss",betont Pilz. Für chronisch Kranke ist die Verfügung über eine für sie selbst leicht zugängliche elektronische Krankengeschichte aber von hohem Wert. "Leider ist hinter der Ärztekammerforderung, dass man der ELGA-Teilnahme  ausdrücklich zustimmen muss, nicht etwa die Sorge um den Datenschutz verborgen, sondern es ist zu befürchten, dass ELGA mit diesem Argument abgewürgt werden soll", vermutet Pilz. "Stoppen Sie diese Desinformationskampagne und kehren Sie im Interesse Ihrer Patienten zurück zur Sachlichkeit", appelliert Pilz an den neuen Ärztekammerpräsidenten. 

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