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Gesundheitspolitik 23. Juli 2012

ELGA: Fünf Forderungen der Ärztekammer

Gesundheitsministerium ist gesprächsbereit.

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) und das Gesundheitsministerium starteten neue Gespräche über die weitere Vorgangsweise rund um die Einführung von ELGA. Dabei brachte die ÖÄK ihre Bedenken auf den Punkt. Um sicherzustellen, dass die nach wie vor ungeklärten Fragen effektiv und in Zusammenarbeit mit Experten lückenlos aufgearbeitet werden, forderten die Ärztevertreter die umgehende Einrichtung von Arbeitsgruppen.

Die klaren Forderungen der ÖÄK betreffen:

1) Freiwilligkeit: Nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte sollen freiwillig an ELGA teilnehmen können.

2) Sicherstellung ausreichenden Nutzens: Der elektronische Gesundheitsakt muss zeitgemäßen Usability-Standards entsprechen. Er muss die Arbeit der Ärztinnen und Ärzte erleichtern und darf keinen weiteren Zeitaufwand zulasten von Ärzten und Patienten bedeuten.

3) Datenschutz und Datensicherheit: Sämtliche Daten dürfen nur verschlüsselt versandt und gespeichert werden. Darüber hinaus sind alle Verantwortlichkeiten eindeutig zu definieren.

4) Finanzierung: Für niedergelassene Ärzte ist eine Anschubfinanzierung durch die öffentliche Hand sicherzustellen. Folgekosten, die den Ordinationen aus der Einführung von ELGA erwachsen, sind in Verträgen mit der Sozialversicherung zu regeln.

5) Probephase: Der elektronische Gesundheitsakt soll in mindestens einer Proberegion auf seine Praxistauglichkeit getestet werden.

„Minister Stöger kommt mit den vereinbarten Expertengesprächen über die Zukunft des elektronischen Austauschs von Gesundheitsdaten einer lang gehegten Forderung der Ärzteschaft nach. Nur durch die rechtzeitige Einbindung ärztlicher Experten lässt sich ein Datenchaos in den Ordinationen und Krankenhäusern verhindern“, äußerte sich der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Artur Wechselberger. Vom Ausgang dieser Gespräche machen die Präsidenten der Landeskammern ihre weitere Position gegenüber ELGA abhängig.

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