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Stehend v. l.: Prof. Dr. Matthias Freund (DGHO), Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg (OeGHO Vize-Präsident), Dr. Friedrich Overkamp (DGHO); sitzend v.l. Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl (OeGHO Präsident), Prof. Dr. Martine Piccart (ESMO Präsidentin)
 
Gesundheitspolitik 8. Juli 2012

Kooperation zwischen ESMO und OeGHO unterzeichnet

Noch intensivere internationale Vernetzung der Krebsspezialisten

Um den Austausch zwischen Krebsspezialisten in ganz Europa weiter zu fördern, hat die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Onkologie (OeGHO) eine Kooperationsvereinbarung mit der European Society for Medical Oncology (ESMO) unterzeichnet.

Der Medizinische Onkologe

Die OeGHO, die als Fachgesellschaft die heimischen Onkologen vertritt, will damit vor allem dem Konzept des Medizinischen Onkologen Nachdruck verleihen. Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl, Präsident der OeGHO: „Der Medizinische Onkologe verfügt dank einer speziellen Ausbildung über besondere fachliche, soziale und psychoonkologische Kompetenzen, ist auf moderne Behandlungskonzepte der medikamentösen Tumortherapie besonders spezialisiert und ist daher durch seine Expertise in allen Tumorboards unverzichtbar.“ Während in vielen anderen europäischen Ländern dieses Konzept bereits stark verankert ist, muss es sich in Österreich aber erst etablieren.

Rasche Etablierung als Ziel

„Diese Etablierung wollen wir mit der Kooperation mit der ESMO beschleunigen“, so Gastl. Die Vereinbarung sieht eine Vielzahl an wechselseitigen Nutzen vor – so will man sich bei Ausbildung und wissenschaftlichen Aktivitäten unterstützen, bei politischen Initiativen, Expertengruppen, u.ä. beraten, gemeinsame Symposien veranstalten sowie nicht zuletzt in der Kommunikation und öffentlichen Wahrnehmung befruchten.

Mitglieder der OeGHO haben zudem den Vorteil, dass sie nach einem beschleunigten Aufnahmeverfahren und zu einem reduzierten Beitrag Mitglieder der ESMO werden können. Gastl: „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, diese Kooperation zu schließen. Denn in diesem Kreis und auf europäischer Ebene ist das Konzept des Medizinischen Onkologen bereits wesentlich stärker implementiert. Und damit hoffen wir, auch heimischen Onkologen zu helfen. Derzeit haben Österreicher oft das Problem, dass ihre Spezialausbildung in diesem Bereich in Europa nicht anerkannt wird und sie in ihrer fachlichen Mobilität behindert sind.“

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