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Gesundheitspolitik 3. Juli 2012

Standpunkte - Health Literacy: wenig Kompetenz ungleich verteilt

Für Herbst wurde ein „Gesundheitsführerschein“ angekündigt. Er soll dazu beitragen, die im internationalen Vergleich mangelhafte Gesundheitskompetenz der Österreicher zu stärken.

Mit dem viel diskutierten Begriff „Health Literacy“ beschreibt die Weltgesundheitsorganisation die „Fähigkeit, sich Zugang zu Gesundheitsinformationen zu verschaffen, diese kritisch zu bewerten und auf deren Grundlage Entscheidungen zu treffen, die für die eigene Gesundheit förderlich sind und die helfen, sich im Gesundheitswesen zu orientieren.“ Diese Form von Gesundheitskompetenz benötigen Gesunde wie Kranke, um als gleichwertige Partner mit Health Professionals kommunizieren, agieren und ihre Perspektiven und Wünsche einbringen zu können. In Österreich hat Health Literacy bisher noch einen relativ geringen Stellenwert, wobei bestimmte Bevölkerungsgruppen ganz besonders benachteiligt sind: ältere Menschen zum Beispiel, Frauen und Männer mit einem Einkommen an oder unter der Armutsgrenze oder Migranten. In Zusammenarbeit des Österreichischen Gesundheits- und Sozialforums mit der body&health academy wurde ein „Österreichischer Gesundheitsführerschein“ entwickelt und für kommenden Herbst angekündigt, der in erster Linie in Schulen und im Bereich der Gesundheitsförderung im Betrieb Gesundheitskompetenz vermitteln soll. In modularen Seminaren sollen dabei gesundheitsinteressierte Personen alles lernen, was man zum Erhalt und zur Verbesserung seiner Gesundheit braucht. Der Führerschein deckt fünf große Themenbereiche ab: Herz-Kreislauftraining, Kräftigung und Stabilisierung, Koordination, Ernährung, Stress- und Burnout-Prophylaxe.

Standpunkt 1
Mangelhaft ausgeprägt
"Gesundheitskompetenz ist besonders bei Entscheidungsträgern notwendig"
Prof. Dr. Bernhard Schwarz Leiter des Zentrums für Public Health der Medizinischen Universität Wien, Karl Landsteiner Institut für Gesundheitsökonomie 
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Standpunkt 2
Wissen macht stark
"Österreich steht in Sachen Gesundheitskompetenz an vorletzter Stelle".
Mag. Sylvia Groth, MAS Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrums
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Standpunkt 3
Handeln statt klagen
"Der Gesundheitsführerschein vermittelt Wissen, um Entscheidungen treffen zu können".
Johannes Kainberger, MBA, MPA Direktor body&health academy gmbh, Präsident des Österreichischen Gesundheits- und Sozialforums
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Von V. Weilguni, Ärzte Woche 27/28/2012

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