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Gesundheitspolitik 25. September 2012

Umfrage: Gesundheitsreform trifft auf positive Stimmung

Chancen für Umsetzung werden gesehen, Allerdings Skepsis, was Leistungskürzungen betrifft.

 

Die Österreicher stehen den Bemühungen der Politik um eine Gesundheitsreform positiv gegenüber und sehen auch durchaus Chancen für die Umsetzung. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des OEKONSULT-Instituts hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Die jüngst verkündete Grundsatzeinigung von Bund, Ländern und Sozialversicherung beurteilen 43,4 Prozent der 1.241 Befragten eindeutig positiv.

Immerhin 26,7 Prozent glauben, dass die Umsetzung jedenfalls gelingen wird, 29,7 Prozent sehen ziemlich gute Chancen dafür.

Allerdings: Rund zwei Drittel (67,4 Prozent) stimmten der Aussage jedenfalls oder in hohem Ausmaß zu, dass sie an ein Zustandekommen erst dann wirklich glauben, wenn "auch in den nächsten Schritten bei der Umsetzung die demonstrierte Gemeinsamkeit aufrechterhalten bleibt".

Auch können sich nicht ganz so viele der Umfrageteilnehmer vorstellen, dass die Reformschritte ohne jegliche Einschnitte bei den Leistungen des Gesundheitssystems vor sich gehen: 13,5 Prozent halten entsprechende Aussagen für "völlig unglaubwürdig", sprich, rechnen mit Leistungskürzungen. Ebenfalls 13,6 Prozent allerdings schenken diesbezüglichen Beteuerungen Glauben.

Selbstschutz des Berufsstandes


In der scharfen Kritik der Ärztekammer sehen die Befragten tendenziell eher Selbstschutz des Berufsstands als Motivation. 37,6 Prozent der Befragten sind sich ziemlich oder absolut sicher, dass die Ärzteschaft vorrangig in "Sorge um die Medizinereinkommen", so die Frageformulierung, ist. 26,8 Prozent dagegen sind sich sehr oder absolut sicher, dass die Mediziner vor allem die "Bevölkerungsgesundheit" im Auge haben.

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