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Gesundheitspolitik 11. Juni 2012

Gesundheitsberufe vereint

Ziel ist, die Patientenbetreuung weiter zu verbessern und die Qualität gemeinsam zu sichern.

Um die gemeinsamen Interesse im Dienste des Patienten aber auch der Qualität der eigenen Arbeit zu stärken, haben sich verschiedene Gesundheitsberufe 2009 zur Gesundheitsberufekonferenz zusammengeschlossen. Beteiligt daran sind Vertreter der gesetzlich geregelten Gesundheitsberufe in Österreich.

 

Ziel der Initiative ist, in grundsätzlichen Angelegenheiten im Gesundheitswesen, bei gemeinsamen Interessen der Gesundheitsberufe, sowie in Fragen der Patientenbetreuung und Gesundheitsförderung gemeinsam zu informieren und Stellung zu beziehen sowie in der Öffentlichkeit aufzutreten.

Gesundheitsversorgung als öffentliche Aufgabe

Die Initiatoren halten fest, dass Gesundheitsversorgung eine öffentliche Aufgabe ist und daher in der staatlichen Verantwortung bleiben muss. Abgelehnt wird generell die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitswesens, da dies zur Entwicklung eines Mehrklassen-Gesundheitssystems führe. „Dagegen bedarf es auf Seiten der Leistungserbringer einer finanziellen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit und Sicherheit bei der Leistungserbringung“, so die Stellungnahme. Patienten müssen das gleiche Recht auf Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, unabhängig von deren sozialer Herkunft und wirtschaftlichen Verhältnissen haben.

Mehr Patientenfreundlichkeit ist für Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, ein wichtiges Anliegen: „Einsparungen dürfen keine Verschlechterungen für die Patienten nach sich ziehen. Man kann den Bereich Gesundheit auch in der heutigen Zeit effektiver organisieren“, so Körner. Als ein Qualitätskriterium für eine optimale Patientenversorgung sehen die Mitglieder der Gesundheitsberufekonferenz die jeweiligen Kompetenzen der Gesundheitsberufe und den Unterschied zu gewerblichen Angeboten und die in den Berufsgesetzen geregelte Aus- und Fortbildungsverpflichtung der gesetzlich geregelten Gesundheitsberufe. Im Sinne der Versorgungsqualität der Patienten, sollen auch bestehende Qualitätsstandards harmonisiert und gemeinsame interdisziplinäre Leitlinien erarbeitet werden.

Gesundheitsförderung und Prävention soll sowohl zur Erhaltung der Gesundheit und Lebensqualität aber auch als Beitrag zur Kostensenkung im Bereich von Behandlungs- und Pflegeleistungen einen höheren Stellenwert im österreichischen Gesundheitssystem erhalten. Ein wesentlicher Ansatzpunkt dafür sind Programme zur Gesundheitserziehung in Kindergärten und Schulen und die Gesundheitsförderung in verschiedenen Settings, die die Gesundheitsberufe auf einer klar definierten Rechtsgrundlage koordiniert umsetzen möchten.

www.gesundheitsberufekonferenz.at

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