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Lebensqualität im Alter ist die politische Forderung des Europäischen Jahes Aktives Altern 2012.
 
Gesundheitspolitik 8. Juni 2012

Aktives Altern 2012: Lebenslange Gesundheitsförderung als Auftrag an Politik


EU-Abgeordnete und Experten diskutieren Modell für gesundes und aktives Altern 


"Wenn die Politik nicht handelt, explodieren uns in einigen Jahren die Gesundheitssysteme", erklärt der Sozialsprecher der ÖVP im EU-Parlament und Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes Heinz K. Becker bei einer von ihm veranstalteten Expertenkonferenz in Brüssel im Rahmen des Europäischen Jahres des "Aktiven Alterns" 2012.

 

"Gesundes, aktives Altern muss vom Jugendalter an, das ganze Erwachsenenleben hindurch erlernt, gefördert und von der Politik begleitet werden." Nur so könne eine "immense Kostenlawine für die Gesundheitssysteme in der EU" vermieden werden, so Becker. Bei der Konferenz diskutieren Gesundheitsexperten, Mediziner, Seniorenvertreter, Fachleute für Alternsfragen sowie Ernährungsexperten über den politischen Handlungsbedarf, der sich im Gesundheitsbereich aus der steigenden Lebenserwartung ergibt. "Allein im Pflegebereich könnten wir uns einige Sparpakete sparen, wenn das Konzept der lebenslangen Gesundheitsförderung umgesetzt wird", so Becker.

Alter muss politisches Thema werden


Gesundheit im Alter muss Thema der Politik werden, will Becker. Gleichzeitig betont er, dass dies nicht in erster Linie eine Kostenfrage sei: "Es geht um eine bewusste Lebensführung für ein mobileres, aktiveres und gesünderes Leben und um Lebensfreude im Alter." Nur mit "aktivem Altern" sei es möglich, die Chancen des demographischen Wandels zu nutzen. Zu den heute diskutierten Maßnahmen gehören unter anderem medizinische Gesundheitsvorsorge, verstärkte Förderung von gezielter Bewegung, gesunder Ernährung und geistiger Mobilität von jungen Jahren an, lebensbegleitendes Lernen, Weiterbildung im Alter, Freiwilligentätigkeit und soziales Engagement.

Nutzen: Gewinn an Lebensqualität


Der Nutzen des vorgestellten Konzepts steht laut Becker außer Frage: "Ein Gewinn an Lebensqualität durch gesundheitliches Wohlbefinden, geistige Leistungsfähigkeit und soziale Zufriedenheit entlastet die nationalen Gesundheitssysteme und unterstützt die Pensionssysteme." Der Europaabgeordnete weist auch auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse hin, dass gezielte Bewegungseinheiten, auch wenn damit erst nach dem sechzigsten Lebensjahr begonnen wird, trotzdem die Gesundheit wesentlich verbessern und nachweislich Kosten für Arztbesuche und Medikament reduzieren. "Der Gewinn an Lebensqualität geht mit Einsparung im Gesundheitssystem einher. Davon profitieren alle", so Becker.

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