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Gesundheitspolitik 4. Juni 2012

Klarer Patientennutzen von ELGA

Der Hautverband der Sozialversicherungsträger hofft nun mit dem neuen Gesetzesentwurf auf die österreichweite Umsetzung der elektronischen Geseundheitsakte.

Im Interesse der Patientensicherheit begrüßt die Vorsitzende der Trägerkonferenz im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Mag. Ingrid Reischl, den nun seitens des Bundesministeriums für Gesundheit ausgesandten Gesetzes-Entwurf zu elektronischen Gesundheitsakte (ELGA). Er schafft die notwendigen rechtlichen Grundlagen für die österreichweite Umsetzung der e-Medikation.


Nach den schon äußerst positiven Umfragewerten von GfK Austria bei der Bevölkerung und den niedergelassenen Ärzten haben bekanntlich vor einem Monat auch die Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien mit der Evaluierung des Pilotprojektes für die e-Medikation eine klare Empfehlung abgegeben: Die e-Medikation ist unter Einbeziehung aller betroffenen Berufsgruppen und unter Berücksichtigung des Datenschutzes flächendeckend weiter zu verfolgen. Für PatientInnen hat für die Teilnahme jedenfalls Wahlfreiheit zu gelten.

Evaluierung positiv


Der Evaluierungsbericht hat jedenfalls gezeigt, dass ein gemeinsames Bekenntnis von Bund, Ländern und Sozialversicherung zur e-Medikation und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ganz wichtig sind. Bei entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen kann die flächendeckende Umsetzung der e-Medikation im Rahmen von ELGA rasch erfolgen und die sehr gute Qualität der medizinischen Versorgung in Österreich noch weiter verbessert werden.


Mit dem Pilotprojekt e-Medikation sollten technische und organisatorische Erkenntnisse aus der Praxis für eine österreichweite Umsetzung gewonnen werden. Das inhaltliche Ziel des Pilotprojektes e-Medikation war, durch die elektronische Unterstützung bei der Verschreibung von Medikamenten durch ÄrztInnen und der Abgabe der Arzneimittel in Apotheken einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten zu leisten.


Im Durchschnitt trat bei jedem zweiten Besuch einer PatientIn bei ÄrztInnen oder ApothekerInnen eine Warnung vor einer Wechselwirkung auf. Bei jedem sechsten Besuch zeigte das System eine Warnung vor einer möglichen Überschreitung des Therapieintervalls durch "Arzneimittelbevorratung" und bei jedem neunten Besuch eine Warnung vor einer Doppelverordnung. e-Medikation ist ein wichtiges und einzigartiges Projekt, das die Patientensicherheit erhöht und die Qualität von Medikationen und Behandlungen positiv beeinflusst.

PA Sozialversicherung/Is, springermedizin.at

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