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Foto: www.lenz.cc
Dr. Lydia Unger-Hunt lebt in Brüssel. und ist Medizinerin sowie Gesundheitsjournalistin.
 
Gesundheitspolitik 26. Mai 2009

News aus Brüssel

Schweinegrippe: Was machen die EU-Behörden?

Am 27. April lancierte die EU-Kommission die sogenannte Health Emergency Operating Facility (HEOF) – diese Organisation hat nun die Aufgabe, der Kommission und den Mitgliedstaaten eine Übersicht über die aktuelle Situation bezüglich der Schweinegrippe zu liefern und außerdem eine effektive Koordination zwischen der Kommission, den Mitgliedstaaten und Behörden wie dem European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und internationalen Behörden wie der WHO zu garantieren. Am 30. April fand außerdem unter der Leitung von Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou in Luxemburg ein außerordentliches Treffen der EU-Gesundheitsminister statt, wobei weitere gemeinsame Ansätze für das Management dieses Virus diskutiert wurden, einschließlich aller möglichen Gegenmaßnahmen wie etwa antivirale Medikamente und Impfstoffe.

Außerdem hält die EU-Kommission derzeit tägliche Audio-Meetings mit dem Gesundheitssicherheitskomitee der EU und den nationalen Kontaktpunkten des Early Warning Rapid Alert System (EWRS) ab, mit dem Ziel, ein gemeinsames Dokument für Richtlinien für das Management dieses neuen Influenza-Virus anzunehmen; beim zehnten derartigen Treffen am 4. Mai wurden beispielsweise die neuesten epidemiologischen Daten, Reiseempfehlungen und -einschränkungen besprochen. Außerdem auf dem Programm: Treffen mit der Pharma- und Impfstoffindustrie bezüglich der Verfügbarkeit von antiviralen Medikamenten und Impfstoffen.

„Aus vergangenen Erfahrungen mit SARS und Vogelgrippe haben wir wertvolle Lektionen gelernt. Nicht nur unsere Überwachungssysteme sind heute besser, sondern auch die Kooperation sowohl auf EU-Ebene als auch mit unseren Partner weltweit. Wir sind daher sicher in einer besseren Position, um die Gesundheit der EU-Bürger zu schützen“, so Vassiliou.

Von Dr. Lydia Unger-Hunt , Ärzte Woche 20 /2009

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