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Gesundheitspolitik 30. Mai 2012

Weltnichtrauchertag 2012: Pharmig fordert mehr Engagement

Es mangelt in Österreich an nachhaltiger Prävention, stellt die Pharmig anlässlich des Weltnichtrauchertags 2012 fest.

 

Platz 30 von 30 für Österreich beim Tobacco Control Scale (TCS) 2010, Platz zwei im OECD-Ranking der Länder mit dem höchsten Anteil an 15jährigen, die Zigaretten konsumieren, eine überdurchschnittliche Anzahl an Erwachsenen, die täglich rauchen und eine negative Bewertung der Tabakprävention im EuroHealth Consumer Index 2012 (EHCI): Angesichts dieser vernichtenden Bewertungen und des bevorstehenden Welt-Nichtrauchertages fordert die Pharmig mehr Engagement bei der Tabakprävention.



Lediglich 1,4 Prozent der öffentlichen Gesundheitsausgaben wurden 2010 in Österreich für Prävention aufgewendet. "Mit einer Orientierung an Best Practice Modellen wie etwa Finnland könnten dringend notwendige Präventionsmaßnahmen etabliert werden, statt Folgekrankheiten zu behandeln und zu bezahlen", sagt Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, in Bezug auf die schlechten Werte Österreichs bei internationalen Vergleichen der Tabakprävention. Huber wiederholt damit auch seine Forderung aus dem vergangenen Jahr nach einer Verschärfung des Nichtraucherschutzes: "Bei den Alpbacher Gesundheitsgesprächen wählten die Experten die Ausweitung des Tabakgesetzes unter die "Top 8 Veränderungsvorschläge" für die Politik. Es ist an der Zeit, dass hier auch entsprechende Ergebnisse erzielt werden."

Verantwortungsvolle Partnerin im Gesundheitswesen


Die Pharmig zeigt durch den Rahmen-Pharmavertrag, dass sie ihre Rolle als verantwortungsvolle Partnerin im Gesundheitswesen speziell auch im Bereich Prävention und Kindergesundheit ernst nimmt: Von den 82 Mio. Euro, die pharmazeutische Unternehmen bis 2015 an die Sozialversicherung zahlen, sind 6,75 Mio. Euro für Prävention und Kindergesundheit zweckgewidmet. "Die pharmazeutische Industrie leistet hier eine bedeutende finanzielle Unterstützung", unterstreicht Huber die Bedeutung dieser Zweckwidmung.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Pharmig gemeinsam mit Pharmaunternehmen, der Sporthilfe und Ministerien in einer Nichtraucherkampagne an Schulen engagiert, den Tabakkonsum bei Jugendlichen zu verringern - Gregor Schlierenzauer fungierte auch dort (damals gemeinsam mit Mirna Jukic) als Testimonial, wie auch heuer bei der "Tschik-Tausch-Börse" der Sozialversicherung. Die Zielgruppe der Schüler wurde damals deshalb gewählt, weil diese durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema als Multiplikatoren im Freundes- und Familienkreis wirken und so das Thema Nichtrauchen weiter in die Bevölkerung tragen. Damit zeigte die Pharmig als Kooperationspartner, dass ihr die sozial- und gesundheitspolitischen Belange in Österreich ein Anliegen sind. "Wir brauchen mehr solcher Maßnahmen, um die Heranwachsenden möglichst früh für einen gesunden Lebensstil zu sensibilisieren und Folgeerkrankungen zu verhindern", betont Huber die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen.

PA Pharmig, springermedizin.at

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