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Gesundheitspolitik 23. Mai 2012

Italien: Brustvergrößerungen bei Minderjährigen verboten

Der Einsatz von Implantaten bei jungen Mädchen ist von nun an nur mehr bei schweren Missbildungen möglich.


Italien hat ein Verbot von Brustvergrößerungen durch Implantate bei minderjährigen Mädchen erlassen. Das am Dienstag verabschiedete Gesetz sieht Medienberichten zufolge eine Strafe von 20.000 Euro und drei Monate Berufssperre für Chirurgen vor, die Minderjährigen Brustimplantate einsetzen.

 

Eine Ausnahme gilt lediglich bei Eingriffen, die nicht unter die Schönheitschirurgie fallen, etwa bei schweren Missbildungen. Zudem sollen jeder Eingriff der Typ des Implantats in einem Register vermerkt werden.
Der Gesetzentwurf war dem Parlament bereits 2010 vorgelegt worden. Nach einem Skandal um gesundheitserregende Brustimplantate der französischen Firma PIP wollte der Senat den Entwurf nachbessern und die Strafen erhöhen.

"Fehler der Jugend" vermeiden

Durch das Gesetz könnten "Fehler der Jugend" vermieden werden, die schwerwiegende Folgen für das spätere soziale und sexuelle Leben der Betroffenen haben könnten, sagte ein Abgeordneter der Partei Volk der Freiheit (PdL).
In Italien werden jedes Jahr rund 85.000 Brustimplantate eingesetzt. Nach Angaben der italienischen Gesellschaft für Schönheitschirurgie sind 70 Prozent davon Schönheitsoperationen.

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