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Foto: Privat
Dr. Johannes Zahrl, stellvertretender Kammeramtsdirektor der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK)
 
Gesundheitspolitik 12. Mai 2009

Nötig sind neue Gesellschaftsformen, die aber von berufsfremden Investoren unabhängig sein müssen.

Die Zahl der Gruppenpraxen ist sicher insgesamt im Steigen begriffen – und ist gekennzeichnet durch eine zunehmend breitere Vielfalt an Formen der ärztlichen Zusammenarbeit. Es darf nicht vergessen werden, dass es die Möglichkeit für die Gründung von Vertragsgruppenpraxen in einigen Bundesländern erst seit kurzer Zeit gibt.

Im gesundheitspolitischen Konzept der Österreichischen Ärztekammer haben wir Ende des Vorjahrs viele konkrete Vorschläge für die Weiterentwicklung ärztlicher Kooperationen vorgelegt. Denn eines ist klar: Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen für die Gründung von Gruppenpraxen sind teilweise problematisch. Wobei ich allerdings keinen prinzipiellen Widerstand der Spitalsärzte gegen Gruppenpraxen wahrnehme. Im Gegenteil – es gibt eher die Hoffnung auf Entlastung sowie Interesse an neuen Formen der Zusammenarbeit, wie in unserem gesundheitspolitischen Konzept angedacht. Generell sollte alles, was ambulant behandelbar ist, innerhalb niedergelassener Strukturen erfolgen, die in jedem Fall auch unabhängig von berufsfremden Investoren sein müssen.

Ein wichtiger Schritt ist, dass endlich auch die seit langem vorliegenden Konzepte der ÖÄK zur Etablierung ärztlicher G.m.b.Hs und anderer neuer Kooperationsformen umgesetzt werden.

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Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher , Ärzte Woche 19/2009

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