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Gesundheitspolitik 15. Mai 2012

Mehr Geld für die Forschung

Der Wissenschaftsfonds hegt nach der Österreich-Rede des Vizekanzlers die Hoffnung auf verstärkte Förderung der Forschung.


Mit der Ankündigung, die Forschungsquote auf sechs Prozent verdoppeln zu wollen, sendet Vizekanzler Michael Spindelegger in seiner "Österreich-Rede" ein wichtiges und begrüßenswertes Signal an den FWF sowie die österreichische Scientific Community, so der FWF in einer Aussendung.

Die Forschung in Österreich befinde sich je nach Sichtweise  irgendwo zwischen Licht und Schatten. Die im Vorjahr von der Bundesregierung vorgestellte FTI-Strategie sei ebenso ambitioniert wie zukunftsweisend und essenziell für die heimische Forschungslandschaft. Doch in der Realität befinde sich Österreich (und der Rest Europas) in einer Finanzkrise und die Umsetzung der FTI-Strategie in der Warteschleife.

Verdoppelung der Forschungsquote angekündigt

Die von Vizekanzler Spindelegger nun ins Spiel gebrachte Verdoppelung der Forschungsquote sei ein ermutigendes Signal, betont der FWF. Forschung ist  das zeigen internationale Vergleiche deutlich  die Basis für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Investitionen in diesem Bereich sind unverzichtbar. Man kann es als überfällig bezeichnen, dass dem von vielen politischen Entscheidungsträgern propagierten Stellenwert der Forschung in Österreich auch konkrete budgetäre Taten folgen sollen.

Niveau führender Forschungsnationen oder sogar darüber

Eine Verdoppelung der Forschungsquote von derzeit drei auf sechs Prozent würde Österreich über das Niveau führender Forschungsnationen heben, betont der FWF. Freilich sei die Wissenschaft kein Bereich, in dem man kurzfristige Effekte erwarten darf. Umso wichtiger wird dafür die langfristige wie sichere (Budget-) Perspektive erachtet.

Auch wird eine zentrale Frage sein, welchen Bereichen die geplante Erhöhung der Forschungsquote zugutekommen soll. Derzeit macht die Finanzierung der Grundlagenforschung in Österreich lediglich 0,44 Prozent des BIP aus, und ist damit niedriger als in wichtigen OECD-Benchmark-Ländern.

Gerade noch rechtzeitig?

Für den FWF und die Grundlagenforschung in Österreich wäre die lückenlose Umsetzung der fertig ausgearbeiteten FTI-Strategie der richtige Weg in die richtige Richtung - gerade (noch) zur rechten Zeit, um die österreichische Wissenschaft in der internationalen Konkurrenz erfolgreich positionieren, und die ambitionierten Ziele zeitgerecht umsetzen zu können. Ein breiter politischer Konsens in dieser Sache wäre ein richtungsweisender, wissenschaftspolitischer Meilenstein für die Zukunft der österreichischen Wissenschaft, betont der FWF in der Aussendung.

Der FWF harrt in den Startlöchern, die für die Grundlagenforschung zentralen Maßnahmen der FTI-Strategie umzusetzen. Folgende Bereiche werden als zentral gesehen, um hochkarätige Grundlagenforschung in Österreich auszubauen bzw. zu stärken:

  • Steigerung der Investitionen in die Grundlagenforschung auf das Niveau führender Forschungsnationen;
  • Ausbau und Stärkung der kompetitiven und projektbezogenen Mittelvergabe;
  • flächendeckende Einführung der Abgeltung von Overheadkosten für FWF-Projekte;
  • Einrichtung von Exzellenz-Clustern.

Der "Weg zum Innovation Leader" sei laut FWF somit klar skizziert. Ob man ihn betreten kann, zeigte sich nicht zuletzt am politischen Willen und an der konkreten Umsetzung. Ein breiter politischer Konsens wäre Österreich und seiner Wissenschaft jedenfalls zu wünschen, betont der Wissenschaftsfonds.

Quelle: Presseaussendung FWF

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