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Gesundheitspolitik 9. Mai 2012

Geborgenheit für kranke Kinder

Kinder brauchen familiäre Geborgenheit, kranke Kinder umso mehr

LR Gögele (Vorarlberg): Mobile Kinderkrankenpflege bietet die bestmögliche Betreuung für junge Patientinnen und Patienten.

 

Das Team der Mobilen Kinderkrankenpflege hat im vergangenen Jahr 74 Kinder und Jugendliche betreut und dafür insgesamt 3.268 Leistungsstunden erbracht. "Dieses Angebot bewährt sich bestens. Es trägt entscheidend dazu bei, die Lebensqualität der jungen Patientinnen und Patienten zu verbessern und die Krankenhausaufenthalte zu verkürzen", sagt Gesundheitslandesrat Rainer Gögele.

31 der kleinen Patientinnen und Patienten waren Säuglinge, 29 Ein- bis Zehnjährige und 14 Kinder im Alter über zehn Jahre. Neun von zehn Zuweisungen erfolgten von den Spitälern, die restlichen durch Kinderärzte aus dem niedergelassenen Bereich. Die häufigsten Gründe für eine Betreuung durch die Mobile Kinderkrankenpflege waren onkologische Erkrankungen, gefolgt von genetischen Krankheiten und Frühgeburten.

Belastung für Familien senken

Die Pflegebetreuung von schwerkranken Kindern ist eine spezielle Herausforderung, betont Landesrat Gögele. Denn die Belastung für die ganze Familie ist besonders groß, wenn ein Kind erkrankt. Deshalb sei die Möglichkeit der Pflege daheim gerade in diesen Fällen wichtig. "Kinder brauchen die Geborgenheit ihrer Familie, kranke Kinder umso mehr", so Gögele.

Zu diesem Zweck gibt es in Vorarlberg - gemäß dem Grundsatz 'ambulant vor stationär' - seit acht Jahren die Mobile Kinderkrankenpflege. Speziell ausgebildete Krankenschwestern betreuen insbesondere chronisch kranke oder gar im Sterben liegende Kinder und Jugendliche zu Hause in deren vertrauter Umgebung.

Übergang Spitalspflege in die häusliche Pflege

Die Mobile Kinderkrankenpflege sorgt durch ständigen Informationsaustausch mit allen Beteiligten für den reibungslosen Übergang von der Spitalspflege in die häusliche Pflege. Vor der Übernahme eines Kindes nach Hause wird sichergestellt, dass die Eltern bzw. pflegenden Angehörigen die alltäglichen Pflegemaßnahmen sicher beherrschen. "Die Pflegefachkräfte werden dabei zu wichtigen Bezugspersonen im Familiensystem, sie bringen Kontinuität, Sicherheit, Entlastung und bestärken die Eltern in ihrer Aufgabe. Dadurch kann sich das Familienleben normalisieren, das familiäre Netz wird tragfähiger", erklärt Landesrat Gögele.

Den Familien entstehen für die Mobile Kinderkrankenpflege neben einem geringfügigen jährlichen Beitrag (30 Euro) keine zusätzlichen Kosten, der sonstige Aufwand wird von der Gesundheitsplattform getragen, Trägerin ist die connexia - Gesellschaft für Gesundheit und Pflege.

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