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Gesundheitspolitik 2. Mai 2012

EU-weite Kampagne gegen Depressionen am Arbeitsplatz

Die European Depression Association (EDA) Fordert die Öffentlichkeit zur Unterstützung einer Kampagne auf, die den Kampf gegen Depressionen am Arbeitsplatz in der Europäischen Union zu einer Priorität machen möchte.

Am diesjährigen Tag der Arbeit startete die European Depression Association (EDA) eine EU-weite Kampagne, um den Kampf gegen Depressionen am Arbeitsplatz zu einer europäischen Priorität zu machen.

Die Öffentlichkeit ist gebeten, diese wichtige Thematik mit dem Besuch der Website http://www.europeandepressionday.com  zu unterstützen. Die EDA startete die Kampagne mit einem „offenen Brief“ an Abgeordnete und politische Entscheidungsträger, in dem sie fordert, dass Depressionen bei allen Regelungen, die Auswirkungen auf Arbeitnehmer haben, insbesondere in der bevorstehenden EU-Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (2013-2020), als Priorität erachtet werden sollen.

Arbeitsunfähigkeit durch Depressionen


Mehr als zehn Prozent aller EU-Bürger leiden zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben an Depressionen und erleben dabei Symptome wie mangelnde Aufmerksamkeit, Gedächtnisverlust und Schwierigkeiten bei Planung und Entscheidungsfindungen (bei bis zu 94 Prozent der Menschen mit Depressionen treten diese Symptome auf). Laut der Weltgesundheitsorganisation ist die Depression eine der belastendsten Beschwerden und wird bis 2030 voraussichtlich zur häufigsten Ursache für Arbeitsunfähigkeit werden.

Kosten durch Depressionen

Die sozial-ökonomischen Kosten der Depression sind signifikant und haben Auswirkungen auf Familien, Gesundheitssysteme, die Gesellschaft und die Wirtschaft insgesamt. Die materiellen Kosten für affektive Störungen in Europa wurden im Jahr 2010 auf 113,4 Milliarden Euro geschätzt; die volle Finanzlast ist noch nicht abzusehen. Der Grossteil der Kosten (72 Milliarden Euro/63 Prozent) umfasst indirekte Kosten, z. B. nachlassende Produktivität, geringere Leistung bei der Arbeit und Krankheitstage. Darüber hinaus wird nur die Hälfte aller Patienten mit der Krankheit diagnostiziert, und nur jeder zweite Patient mit der Diagnose Depression erhält eine angemessene Behandlung.

Aufruf zur Beteiligung

Die EDA ruft die Öffentlichkeit auf, die Kampagne durch einen Besuch der Website http://www.europeandepressionday.com  zu unterstützen und dort den „Offenen Brief“ zu lesen, - auf den ICARE-Button zu klicken - das ist eine neue Art, seine Unterstützung für wichtige Angelegenheiten zu zeigen, und - der EDA auf Facebook (https://www.facebook.com/EuropeanDepressionAssociation ) bzw. auf Twitter (http://twitter.com/#!/The_EDA ) zu folgen.


Dr. Vincenzo Costigliola, Präsident der EDA, kommentiert: „Angesichts von 20 Millionen Europäern im erwerbsfähigen Alter, die an Depressionen leiden, einer schweren wirtschaftlichen Krise, die es zu überwinden gilt, und einer bevorstehenden demografischen Herausforderung ist der Kampf gegen Depressionen am Arbeitsplatz heute wichtiger denn je. Wir bitten die Öffentlichkeit, sich an unserer Kampagne zu beteiligen, um dieses Thema zu einer europäischen Priorität zu machen."

Über die EDA

Die EDA ist eine Allianz von Organisationen, Patienten, Forschern und medizinischen Fachkräften aus 17 Ländern in ganz Europa. Jedes Jahr organisiert die EDA den Europäischen Depressionstag zur Sensibilisierung für das Krankheitsbild Depressionen in ganz Europa. Die EDA wird von der European Medical Association, International Scientific Association, Centro Lombardo Recuperi Industriali, La Nuova Stampa und H. Lundbeck A/S unterstützt.

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