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Gesundheitspolitik 17. April 2012

Diskussion um Online-Ärzte: "Ferndiagnosen problematisch"

Von der Bewerbung einer Londoner Arztpraxis, die nach "Internet-Sprechstunden" Rezepte für Arzneimittel nach Österreich schicken würde, zeigte sich Gesundheitsminister Alois Stöger gar nicht begeistert. Er betonte am Dienstag vor dem Ministerrat, dass Österreich ein gutes Gesundheitssystem habe. Es gehe darum, dass der Arzt ein persönliches Gespräch führen könne und auch eine persönliche Sicht habe. "Ferndiagnosen sind immer problematisch", sagte der Gesundheitsminister.

Laut einer Aussendung der Online-Mediziner seien die gegen neun bis 29 Euro versendeten Rezepte seit einer Woche auch in Österreich gültig. Man will offenbar für private Arztrezepte kassieren, ohne dass von Angesicht zu Angesicht Anamnese und Untersuchung stattfinden.

Die in London von den britischen Aufsichtsbehörden zugelassene Praxis mit derzeit drei Ärzten bietet Sprechstunden zur Männergesundheit (Impotenz, Haarwuchs), Frauengesundheit (Verhütung), die Diagnose und Behandlung von Geschlechtskrankheiten sowie Malariaprophylaxe an. Damit geht es offenbar auch dort vor allem um sogenannte Life-Style-Drugs wie "Viagra & Co".

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