zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 12. April 2012

OP-Wartezeiten öffentlich transparent regeln

Aufgrund eines neuen Bundesgesetzes werden die Bundesländer verpflichtet, Wartelisten für die Bereiche Knie- und Hüftgelenksersatz, Grauer Star-Operationen sowie für die Neurochirurgie einzuführen. Die Wartelisten müssen auf Grundlage von Kriterien, nach denen die Einteilung der Operationstermine erfolgen soll, geführt und über das Internet veröffentlicht werden.

"Die Steiermark ist bisher das einzige Bundesland, das bereits auf freiwilliger Basis ein Wartezeiten-Management bei geplanten Operationen eingeführt hat. Die Standards des Wartezeiten-Managements sind sogar höher, als es das neue Bundesgesetz vorschreibt. Neben den medizinischen Kriterien, die insbesondere die Schmerzen und die mobile Beeinträchtigung umfassen, werden in der Steiermark auch soziale Kriterien berücksichtigt, die auf die jeweilige private Lebenssituation wie Alter und Beruf eingehen", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Er fordert die Einführung eines Wartezeiten-Managements in Oberösterreich nach steirischem Vorbild.

Durch ein transparentes Wartezeiten-Management ließen sich auch Gesundheitskosten sparen, ohne dass Leistungen gekürzt werden müssten. So würden lange Wartezeiten z.B. auf eine Hüftgelenksprothese zu Mehrkosten von bis zu 7000 Euro (u.a. medizinische Betreuung, Physiotherapien, Medikamente, anfallende Krankenstände) bedeuten, so die AK- OÖ in einer Aussendung. 

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben