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Gesundheitspolitik 8. März 2012

AUVA stellt Bedingungen

Die Obfrau der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA), Renate Römer, stellt für die Finanzierung des geplanten Krankengelds für Selbstständige nun doch Bedingungen. Die Quersubventionierung des Gesundheitssystems durch die AUVA müsse beendet werden, forderte sie am Mittwoch in einer Ausendung. Die Arbeiterkammer lehnte eine Finanzierung aus dieser Quelle gänzlich ab.

"Das werden wir übernehmen, denn das ist der Beitrag der AUVA zum Sparpaket", hatte Römer noch am Dienstag wissen lassen. Tags darauf verlangte sie, dass zuvor der entsprechende Allparteienantrag des Wirtschaftskammerparlaments in vollem Umfang umzusetzen sei. In diesem wird das Ende der Quersubventionierung verlangt, wobei - wie es heißt - eine Absenkung des DG-Beitrages angedacht werden könnte. Als erster Schritt sollte jedenfalls der Pauschalbetrag nach § 319a ASVG eingefroren werden.

Die Arbeiterkammer unterstützt die Krankengeld-Bemühungen, allerdings sollte dieses keinesfalls aus AUVA-Mitteln finanziert werden, wie Alice Kundtner, Leiterin des AK-Bereichs Soziales, in einer Aussendung betonte. Die Unfallversicherung sei eine Dienstnehmer-Versicherung, aus der sich die Unternehmer nicht bedienen könnten, wenn sie Lücken im Leistungssystem ihrer eigenen Krankenversicherung ausmachten.

"Wenn die Unternehmer das Krankengeld haben wollen, müssen sie es auch selbst finanzieren. Da ihnen offenbar die freiwillige Zusatzversicherung nicht genügt, ist eben der Beitragssatz in der Krankenversicherung anzuheben oder muss ein eigener Beitrag in eine eigene Krankengeldversicherung entrichtet werden", so Kundtner. Daran ändere der Umstand überhaupt nichts, dass die AUVA Rücklagen aufweise.

apa.at

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