zur Navigation zum Inhalt
Foto: Gesundheit Österreich GmbH
Dr. Arno Melitopulos, designierter Leiter der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG)
 
Gesundheitspolitik 29. April 2009

Ein gemeinsames Vorgehen wäre gefragt.

Es stimmt: Der abgestufte Plan zur Hospiz- und Palliativversorgung wird bei Weitem nicht in dem Maß umgesetzt, wie es eigentlich nötig wäre. Die GÖG hat vom Bundesministerium für Gesundheit den Auftrag, sowohl ein Qualitätsprojekt voranzutreiben, in dem es um Mindeststandards für dieses wichtige Feld geht: etwa in Bezug auf die Prozesse in den Einrichtungen und die Standardisierung der Qualifikationen der handelnden Personen. Außerdem gehört es zu unseren Aufgaben, regionale Einrichtungen und Netzwerke zu unterstützen. Es geht auch um die Klärung verschiedener noch offener Fragen, etwa in rechtlicher Hinsicht: Welchen Status hat ein Konsiliarteam, das auch aus angestellten Spitalsärzten besteht und das Besuche nicht nur im Krankenhaus, sondern auch in Pflegeheimen oder bei Betroffenen zu Hause macht? Wie funktioniert die Abrechnung dieser Tätigkeiten? Die GÖG kann dabei letztlich nur Konzepte entwickeln, bei der Umsetzung sind die verschiedenen dezentralen Träger im Gesundheits- und Sozialbereich gefragt.

Es ist erforderlich, dass sich Vertreter der Ärzteschaft, der Pflegeberufe, der Heime, der Spitäler, des Sozialbereichs, der Kassen und der Politik an einen Tisch setzen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Und um endlich die Umsetzung der Hospiz- und Palliativversorgung in einem schnelleren Tempo voranzutreiben. Aber es gibt hier immer wieder Widerstände und das Verkennen von Zuständigkeiten.

Auch wenn z. B. in der Steiermark die Versorgungssituation noch nicht ganz flächendeckend ist, gibt es etwa in diesem Bundesland innovative Ansätze, wie dies ablaufen kann. Diese regional erfolgreichen Projekte gilt es verstärkt zu evaluieren und die Erfahrungen viel breiter umzusetzen.

Lesen Sie auch die Einführung zum Thema dieser Standpunkte:
Hospiz- und Palliativversorgung

Lesen Sie zu diesem Thema auch diese Standpunkte:

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher, Ärzte Woche 18/2009

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben