zur Navigation zum Inhalt
Foto: Flickr/McBeth
Auch schwerstkrank sollen Menschen würdevoll und ohne Schmerzen ihre Tage verbringen können. Hospize und Palliativstationen bieten die sehr aufwändige Betreuung, oft bis zum Tod. Aber obwohl es seit Jahren Pläne zur flächendeckenden Versorgung gibt, lässt
 
Gesundheitspolitik 29. April 2009

Hospiz- und Palliativversorgung

Streitigkeiten bei Finanzierung hemmen die Umsetzung längst vorhandener Pläne.

Alle reden von der Wichtigkeit des Hospiz- und Palliativbereichs – die Taten beschränken sich aber oft auf zeitlich und finanziell limitierte Projekte.

2004 wurde ein österreichweiter Plan für den flächendeckenden Ausbau erstellt. Er enthält auch sehr detaillierte Angaben darüber, in welchen Regionen welche Formen der Versorgung zum Zuge kommen sollen: Vom stationären und ambulanten Hospiz über mobile Hospiz- und Palliativteams bis hin zu palliativen Konsiliardiensten. In einem Bericht des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheit (ÖBIG) aus dem Vorjahr heißt es, dass es zwar viele regionale Konzepte gibt, die Umsetzung aber den Plänen weit hinterherhinkt.

Es gibt also einerseits das Bekenntnis zur Wichtigkeit von Hospiz- und Palliativversorgung, andererseits aber wenig wirklich langfristig angelegte Finanzierungs- und Umsetzungsmaßnahmen. Erarbeitet wurden auch konkrete Schritte für den Ausbau bis zum Jahr 2012. Allerdings besteht die Gefahr, dass diese Pläne wieder bloß Willensbekundungen bleiben. Die Umsetzung könnte erneut an der Auseinandersetzung über die Zuständigkeiten zwischen Gesundheits- und Sozialbereich und damit an Finanzierungsfragen scheitern – oder zumindest sehr verzögert werden.

Niemand hegt dabei ernsthaft Zweifel, dass eine gut ausgebaute Hospiz- und Palliativversorgung positive Effekte für den gesamten Gesundheits- und Sozialbereich haben würde. Und nicht zuletzt gibt es den ethischen Aspekt einer adäquaten Begleitung kranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Lesen Sie zu diesem Thema auch diese Standpunkte:

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher, Ärzte Woche 18/2009

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben