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Gesundheitspolitik 28. Februar 2012

Schließung von Heeresspitälern?

Eine radikale Strukturänderung ist geplant. Details sind noch nicht bekannt.

Im Sanitätdienst des Bundes arbeiten derzeit 1.100 Bedienstete. Fragt sich nur, wie lange noch. Denn die Bundesregierung setzt den Sparstift an.

Dem Bundesheer werden bis 2016 durch das Sparpaket mehr als 600 Millionen Euro gekürzt. Durch Umstrukturierung beziehungsweise Schließung der Heeresspitäler sollen 2013 7,6 Millionen Euro und ab 2014 15,3 Millionen Euro jährlich gespart werden. Details zu den Änderungen gibt es noch nicht.

Radikale Strukturänderung

Das Verteidigungsministerium arbeite derzeit an einem Konzept für eine radikale Strukturänderung, konkrete Pläne will Stefan Hirsch, Pressesprecher von Minister Norbert Darabos, aber noch nicht verraten. Insgesamt arbeiten im Sanitätswesen des Bundesheers 1.100 Personen, in den drei Heeresspitälern sind 348 Mitarbeiter beschäftigt.

Spitäler, Ambulanzen und Sanitätszüge

Derzeit gibt es drei große Heeresspitäler in Österreich, an den Standorten Wien, Graz und Innsbruck. Insgesamt zählen zu den Einrichtungen im Sanitätswesen des Bundesheers das Militärmedizinische Zentrum in Wien, das Sanitätszentrum Süd in der Steiermark, das Sanitätszentrum West in Tirol, die Feldambulanz in Linz, sechs Stellungstrassen bei den Militärkommanden und 29 Sanitätszüge in den Kasernen.

Insgesamt arbeiten im Sanitätsdienst des Heeres rund 1.100 Personen.

Rund 200 Ärzte betroffen

Darunter sind 200 Ärzte, davon etwa 100 Militärärzte, und ca. 600 Sanitätsunteroffiziere, also Diplomkrankenpfleger. Etwa 300 Personen arbeiten in der Verwaltung.

Die Ausgaben für das gesamte Sanitätswesen im Bundesheer gemäß Rechnungshofbericht beliefen sich im Jahr 2010 auf 74,4 Millionen Euro.

Ob alle Heeresspitäler geschlosen werden, manche verkleinert oder in Sanitätseinrichtungen umgewandelt werden, ist offen. Der Pressesprecher betont aber, dass es die drei großen Heeresspitäler in Wien, Graz und Innsbruck in dieser Form nicht mehr geben werde.

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