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Gesundheitspolitik 28. Februar 2012

Diakonie: Strukturreform Pflege muss fortgeführt werden

Laut Pflegefondsgesetz müssten bis Ende des Jahres 2012 neue Lösungen für strukturelle Verbesserungen in der Pflege erarbeitet werden. "Die Verlängerung der finanziellen Mittel bedeutet aber, dass der Reformdruck herausgenommen wird", so Martin Schenk, Sozialexperte und stv. Direktor der Diakonie Österreich.

Reform - Gespräche fortführen 

Derzeit sei es auch nicht erkennbar, ob weitere Gespräche anberaumt werden oder nicht. Für die Diakonie wäre Stillstand bei der Strukturreform aber nicht hinnehmbar.

Schenk fordert eine Fortführung der Gespräche, da sonst wichtige Aufgaben nicht gelöst werden können. "Dass pflegebedürftige Menschen nach wie vor oft nur die Alternative zwischen stationärer Pflege und Betreuung durch Angehörige haben, zeigt, dass Dienstleistungen dazwischen fehlen."

"Lückenschlussangebote" fehlen

Laut Diakonie handele es sich dabei um so genannte Lückenschluss-Angebote, wie z.B. Tagesstätten, teilstationäre Dienste, Kurzzeitpflege, Nachtbetreuung oder neue Modelle, wie Hausgemeinschaften, die moderne Wohngemeinschaft für Menschen im Alter mit Betreuungsbedarf.

Aber auch Hilfsmittel und technische Unterstützung könnten helfen, die Unabhängigkeit im Alter sowie die Teilhabe am sozialen Leben zu gewährleisten.

"Lückenschluss-Angebote erleichtern es auch pflegenden Angehörigen, einerseits einem Beruf nachzugehen, und andererseits können Angehörige durch die Entlastung so wieder ihre Batterien aufladen."

Strukturreform Pflege ist notwendig

Zudem könnten durch den Ausbau von Diensten rund um die Pflege auch regionale wirtschaftliche Impulse gesetzt werden. Ein Altern in Würde würde nicht zuletzt dadurch gewährleistet, dass Menschen selbst entscheiden könnten, welche Angebote sie in Anspruch nehmen, so Schenk in einer Presseausendung: "Die Arbeitsgruppen in der Strukturreform Pflege sollen genau hier ansetzen, und neue Lösungsmöglichkeiten, die für alle Menschen in Österreich Verbesserungen bringen, erarbeiten."

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