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Am Schwierigsten ist die Umsetzung der Gesundheitsziele beim Abnehmen.
 
Gesundheitspolitik 23. Februar 2012

Neues Vorsorgekonzept motiviert

Die Reduktion des Selbstbehalts bei entsprechender und nachweisbarer Gesundheitsvorsorge, ist das neue auf Gesundheitsvorsorge ausgerichtete Programm der SVA für Selbsständige. Nun liegt eine erste vielversprechende Analyse vor.

 

Die neue Vorsorgesystematik


Seit Jänner können Selbstständige beim Arzt zunächst "Gesundheitsziele" am besten in Form einer Vorsorgeuntersuchung - definieren. Einfach vermerkt werden dabei Blutdruck, Gewicht, Bewegung, Tabak- und Alkoholkonsum.

Danach legen Arzt und Patient für allfällige Risikofaktoren Ziele für die folgenden sechs Monate fest. Werden diese erreicht, kann der Versicherte per Formular um eine Reduktion des bei der SVA geltenden Selbstbehalts von 20 Prozent auf 10 Prozent ansuchen.


Das Konzept, dass bei Erreichen von vereinbarten Gesundheitszielen die Reduktion des SVA-Selbstbehalts auf zehn Prozent möglich wird, ist ein völlig neues System der sozialen Krankenkassen in Österreich. Bisher gab es nur eine Initiative mit Generika, bei deren vermehrter Verwendung Versicherte einer Betriebskrankenkasse finanziell partizipierten.


Erste Analyse


Gab es im Jänner 2011 unter SVA-Versicherten exakt 3.877 Vorsorgeuntersuchungen, waren im Vergleichszeitraum 2012 bereits 5.237 oder plus 35 Prozent. Am meisten stieg die Zahl der Vorsorgechecks im Bundesland Niederösterreich mit plus 76 Prozent an, dann folgten Oberösterreich mit plus 52 Prozent, die Steiermark mit plus 39 und Wien mit plus 37 Prozent. Das spricht dafür, dass die Kampagne auch für mehr Prävention genutzt wird.


Erste Evaluierung in sechs Monaten


"Ich habe diese Welle von Interessierten auch in meiner Praxis als Internist bereits registriert. Am heikelsten ist offenbar das Abnehmen. Wir werden sehen, wie es da in sechs Monaten bei der Evaluation mit dem Erreichen der Ziele aussieht", erklärte Günther Wawrowsky, Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte.


Internationale Aufmerksamkeit


Ein Erfolg, der sich schnell herumspricht: "Wir waren mit unserem Programm auch schon zu einer Präsentation ins deutsche Gesundheitsministerium eingeladen und werden es in diesem Jahr auch beim europäischen Gesundheitskongress in München vorstellen", so SVA-Obmann Peter McDonald: "Wir wollen damit in die zukünftige Lebensqualität unserer Versicherten investieren.“


Die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich sei hoch, die Lebenserwartung in Gesundheit liegt aber im europäischen Vergleich unter dem Durchschnitt. Bisher würde die Aktion sehr positiv aufgenommen - und zwar sowohl bei den Versicherten als auch bei den Ärzten.

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