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Gesundheitspolitik 22. Februar 2012

Gewerkschaft: Kapazitätsgrenze an Wiener Spitäler erreicht

Seit rund einer Woche verzeichnet der KAV einen eklatanten Anstieg an Rettungszufahrten und Aufnahmen. "Das Personal braucht Verstärkung", erklärte der zuständige Gewerkschafter Bernhard Harreither, Vorsitzender der Hauptgruppe II in der GdG-KMSfB (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe).

Rettungsfahrten verdreifacht

"In einigen Spitälern hat sich das Rettungskontingent von 30 Anfahrten pro Tag auf 90 Anfahrten pro Tag verdreifacht", stellte Harreither klar. Dadurch sei die Zahl der Überbelags- beziehungsweise Gangbetten explodiert. "Wir haben so viele Gangbetten wie noch nie, obwohl die aufgenommen PatientInnen auf diversen Stationen über das ganze Haus verteilt werden. Wenn nun die tatsächliche Grippewelle hinzukommt, kollabiert das System, da auch die Erkrankungsfälle unter den Bediensteten zunehmen", so Harreither weiter.

Appell an niedergelassenen Bereich

Gerade in Situationen wie diesen sind alle Partner des Gesundheitssystems gefordert. "Die Last kann nicht von den öffentlichen Spitälern alleine getragen werden. Der niedergelassene Bereich ist ebenso gefordert, die Bevölkerung zu unterstützen und zu versorgen."

Es handle sich, nach Angaben des Gewerkschafters hauptsächlich um grippale Infekte und deren Folgeerkrankungen, sowie Durchfallserkrankungen. Von einer Grippewelle beziehungsweise einer Epidemie wie im Jahr 2009 sei man aber noch meilenweit entfernt. Trotzdem seien die Kapazitäts- und Belastungsgrenzen erreicht und auf manchen Abteilungen bereits überschritten.

 

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