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Gesundheitspolitik 20. Februar 2012

Schließung von Heeresspitälern?

Die Heeresspitäler wird es in dieser Form künftig nicht mehr geben, hunderte Beschäftigte sind betroffen. Dem Bundesheer werden bis 2016 durch das Sparpaket mehr als 600 Millionen Euro gekürzt. Durch Umstrukturierung beziehungsweise Schließung der Heeresspitäler sollen 2013 7,6 Millionen Euro und ab 2014 15,3 Millionen Euro jährlich gespart werden.


Radikale Strukturänderung


Das Verteidigungsministerium arbeite derzeit an einem Konzept für eine radikale Strukturänderung, konkrete Pläne will Stefan Hirsch, Pressesprecher von Minister Norbert Darabos, aber noch nicht verraten. Insgesamt arbeiten im Sanitätswesen des Bundesheers 1.100 Personen, in den drei Heeresspitälern sind 348 Mitarbeiter beschäftigt.


Heeresspitäler in Wien, Graz und Innsbruck


Derzeit gibt es drei große Heeresspitäler in Österreich, an den Standorten Wien, Graz und Innsbruck. Insgesamt zählen zu den Einrichtungen im Sanitätswesen des Bundesheers das Militärmedizinische Zentrum in Wien, das Sanitätszentrum Süd in der Steiermark, das Sanitätszentrum West in Tirol, die Feldambulanz in Linz, sechs Stellungstrassen bei den Militärkommanden und 29 Sanitätszüge in den Kasernen.

Jährliche Ausgaben


Insgesamt arbeiten im Sanitätsdienst des Heeres rund 1.100 Personen. Darunter sind 200 Ärzte, davon etwa 100 Militärärzte, und ca. 600 Sanitätsunteroffiziere, also Diplomkrankenpfleger. Etwa 300 Personen arbeiten in der Verwaltung.

Die Ausgaben für das gesamte Sanitätswesen im Bundesheer gemäß Rechnungshofbericht beliefen sich im Jahr 2010 auf 74,4 Millionen Euro.


Keine genaue Auskunft


Ob die Heeresspitäler geschlossen, verkleinert oder in Sanitätseinrichtungen umgewandelt werden, ist offen. Hirsch betonte aber, dass es die drei großen Heeresspitäler in Wien, Graz und Innsbruck in dieser Form nicht mehr geben werde.

Das Heeresspital in Wien
hat 60 Betten mit 147 Mitarbeitern.

Abteilungen: Zentrale Dienste, Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie und Intensivpflege und den Fachambulatorien (HNO, Augen, Zahn, Psychologie, Neurologie, Urologie, Orthopädie).

Auch das Institut für Internationalen Support befindet sich an diesem Standort, dort finden die Untersuchungen für Auslandseinsätze statt.  

Das Heeresspital in Graz
hat 40 Betten mit 115 Mitarbeitern.

Abteilungen: Operative Medizin, Innere Medizin, Anästhesie und Intensivpflege sowie Fachambulanzen nach Bedarf.

Das Heeresspital in Innsbruck
hat 44 Betten mit 86 Mitarbeitern.

Abteilungen: Operative Medizin, Innere Medizin, Anästhesie und Intensivpflege sowie Fachambulanzen nach Bedarf.

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