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Gesundheitspolitik 15. Februar 2012

MedUni-Innsbruck: Endlich Einigung bei Finanzierung

Das 5,5 Millionen Euro umfassende Finanzloch wird überwiegend mit rückgestellten Geldern gestopft werden, die das Wissenschaftsministerium freigeben wird. Dies erklärte das Ministerium am Dienstag in einer Aussendung nach einem Treffen zwischen Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Rektor Herbert Lochs in Wien. Laut einer Sprecherin sollen rund Dreiviertel des Defizits mit der Finanzspritze abgedeckt werden.


Rückgestellte Gelder


Bei den nun durch das Ministerium freigegeben Mitteln handle es sich zum einen um paktierte Investitionen, die bis dato nicht getätigt wurden, und zum anderen um rückgestellte Gelder zur Begleichung des sogenannten klinischen Mehraufwands, erklärte die Töchterle-Sprecherin. Der klinische Mehraufwand ergibt sich durch universitäre Forschung und Lehre.


Entwicklunsszenarien erörtern


Zudem einigten sich Töchterle und Lochs darauf, dass Synergieeffekte durch Kooperationen mit der Universität Innsbruck und dem Land Tirol ausgelotet werden sollen. "Wir haben gemeinsam eine tragfähige Lösung gefunden. Nun gilt es nach vorne zu blicken und die bestmöglichen Entwicklungsszenarien für den Standort Innsbruck zu erörtern", meinte Töchterle.


Offen: Medizinischer Mehraufwand


"Ich bin froh, dass sich eine Lösung abzeichnet, die die akuten Sparmaßnahmen in diesem Umfang nicht erforderlich machen", erklärte Unirektor Lochs. Unerledigt bleibt vorerst offenbar noch die Problematik rund um den klinischen Mehraufwand. "Dringend müssen die Personalkosten, die wir durch die zusätzlichen Dienste leisten, über den klinischen Mehraufwand geregelt werden", argumentierte Lochs. Dieser sei noch zwischen Bund und Land im Detail zu verhandeln. Das Land hatte Forderungen an die Republik gerichtet und vergangenes Jahr vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) recht bekommen. Die tatsächliche Höhe des klinischen Mehraufwands müsse aber noch festgelegt werden.


Die prekäre finanzielle Situation hatte Anfang Februar zu einer Beschlussfassung des Universitätsrates der Med-Uni geführt. Demnach hätten wegen der ausstehenden Finanzzusage seitens des Bundes die fachärztlichen Nacht- und Wochenenddienste von Bundesärzten ab 1. April eingestellt werden sollen.

APA/AN, Stomatologie

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