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Gesundheitspolitik 24. April 2009

Gesundheitsbewusstsein der Österreicher auf dem Prüfstand

Repräsentative Umfrage zeigt Unterschiede in Selbsteinschätzung, Interesse und Wissensstand.

Gesundheits-Kompetenz ist die Fähigkeit jedes Einzelnen, im täglichen Leben die richtigen Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit und auf die Vermeidung von Krankheiten auswirken, aber auch selbständig aktiv Gesundheitsvorsorge zu betreiben. Dennoch werden die unzähligen Angebote an Präventivmaßnahmen (z.B. Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen) wenig bis sehr wenig in Anspruch genommen. Eine soeben präsentierte Untersuchung der Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG) analysiert Fakten und Hintergründe.

 

47,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind persönlich „sehr“ an ihrer Gesundheit und an der Vermeidung von Krankheiten interessiert. Das Interesse an Gesundheit ist ganz klar eine weibliche Domäne: 63 Prozent der befragten Frauen gegenüber 29 Prozent der befragten Männer sind persönlich „sehr“ an Gesundheit interessiert. 25 Prozent der befragten Männer, aber nur 3 Prozent der befragten Frauen sind „wenig“ oder „gar nicht“ daran interessiert. Gesundheitsinteresse ist nur in geringem Maß eine Frage des Alters. Auch in der jüngeren Population ist das Interesse an Gesundheit sehr hoch.

Informationsstand und Interesse

Nur rund 19,5 Prozent der befragten Personen fühlen sich „sehr gut“ über die Vermeidung von Krankheiten informiert (Grafik 1). Bei den Interessierten ist der Informationsstand logischerweise etwas höher als bei den weniger Informierten. Auch hier zeigt sich, dass das Alter auf den selbst wahrgenommenen Informationsstand keinen signifikanten Einfluss nimmt. Wiederum besteht wie erwartet zwischen Männern und Frauen ein Unterschied: Die befragten Frauen fühlen sich besser über die Möglichkeiten der Krankheitsvermeidung informiert als die Männer.

45 Prozent der Befragten suchen nach Informationen, wie sie Krankheiten vermeiden können: 29 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen tun dies. Der Bildungsstand hat auf all die bisher beschriebenen Daten keinen Einfluss, wohl aber sind es natürlich vor allem die an ihrer Gesundheit Interessierten, die auch nach Informationen zur Krankheitsvermeidung suchen. Die an Gesundheitsfragen wenig Interessierten suchen auch keine Informationen. Tabelle 1 zeigt ein zentrales Problem auf: Jene Menschen, die sich um ihre Gesundheit wenig kümmern, werden auch von Informationskampagnen offensichtlich nicht erreicht, weil bei ihnen keine Suchspannung danach vorherrscht.

Es gibt ein Potenzial gesundheitsinteressierter Menschen, vor allem Frauen, die sehr viele Angebote an Information über Vorbeugung annehmen. Und es gibt ein weiteres Potenzial, das daran „eher wenig“ interessiert ist. Der subjektiv wahrgenommene eigene Gesundheitszustand ist bei den Menschen mit hoher gesundheitsbezogener Suchspannung interessanter Weise allerdings schlechter als bei jenen, die sich darum nicht kümmern. Ob dieses Ergebnis eine Frage der Wahrnehmung oder der tatsächlichen physiologischen Gesundheit ist, kann aus den vorliegenden Daten nicht geschlossen werden.

Die an Gesundheitsinformationen interessierten Personen aus der dargestellten Stichprobe erwarten sich die meisten Informationen von ihrem Arzt (54 %) (Grafik 2). Daneben rangieren aber alle anderen Medien wie Tageszeitungen, Fernsehen und Radio, Internet, sowie Fachzeitschriften in annähernd gleichem Ausmaß (34 % bis 39 %) an zweiter Stelle. Die an Gesundheitsfragen wenig interessierten Personen suchen auch kaum Informationen. Während 54 Prozent der Interessierten vom Arzt weitere Informationen erhalten wollen, sind nur sechs Prozent der wenig Interessierten an Informationen durch den Arzt interessiert. Auch in diesem Fall ist weder das Alter noch der Bildungsstand für das Interesse erheblich. Lediglich die Information über das Internet ist eher bei Maturanten und Uni-Absolventen attraktiv.

Persönliche Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge

Rund drei Viertel der befragten Personen tun ihrer Meinung nach genug zur Erhaltung ihrer mentalen Gesundheit: Die Pflege von Kontakten mit Freunden und Nachbarn, sowie generell das positive Denken, wie wir es in den Arbeiten zur Salutogenese beschrieben finden, beachten drei Viertel der Befragten ihrer Meinung nach als „ausreichend“. Gleich dahinter rangieren ausreichender Schlaf sowie die Inanspruchnahme von Impfungen. Bei den Impfungen kommt allerdings von einem Anteil von über zehn Prozent die Aussage, dass sie „in vielen Fällen Unsinn sind“.

Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung/Sport pflegen über 50 Prozent ihrer Meinung nach ausreichend, wobei bei der Bewegung die Männer, bei der gesunden Ernährung die Frauen stärker ansprechen. 44 Prozent meinen, dass sie regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen im entsprechenden Maß vornehmen lassen, 36 Prozent sehen hier bei sich selbst Defizite. Auch hier bezeichnet ein Anteil von zehn Prozent diese regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen als „Unsinn“.

Es fällt auf, dass die an ihrer Gesundheit wenig Interessierten stärker an den salutogenetischen Aspekten orientiert sind, während die stark an Gesundheit interessierten Menschen stärker an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und ausreichend Schlaf interessiert sind.

Sport und gesunde Ernährung steht bei den Menschen, die sich wenig für ihre Gesundheit interessieren, mehr im Vordergrund als bei den Gesundheitsinteressierten. Fast scheint es so, als wäre das Gesundheitsinteresse vieler Menschen eine Kompensation zu vergleichsweise wenig praktizierter natürlicher Vorsorge wie Bewegung, Ernährung und salutogenetischen Ansätzen.

Vorsorge im Vergleich

Die Statistik des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger über die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen bei der österreichischen Bevölkerung von 1999 bis 2006 zeigt, dass seit 1999 nur eine geringe Zunahme zu verzeichnen ist (von 9,4 auf 10,9 %).

Spezialfall Grippeimpfung

In der aktuellen Befragung der ÖAPG gaben elf Prozent der Befragten an, dass sie gegen Grippe geimpft sind, 86 Prozent sind es nicht. 55 Prozent der nicht-geimpften Personen zweifeln in erster Linie an der Wirksamkeit der Grippe-Impfung. 13 Prozent haben Angst vor Nebenwirkungen. Acht Prozent gaben an, keine Zeit für die Impfung zu haben, 0,8 Prozent ist sie zu teuer. Auf die offen gestellte Nachfrage, aus welchen sonstigen Gründen die Grippe-Impfung abgelehnt wird, rangiert an erster Stelle: „brauche ich nicht bzw. habe kein Interesse daran“. Zehn Prozent der Befragten haben diese Antwort spontan gegeben.

Kasten:
Symposium „Sprechen Sie Gesundheit“
Ärzteschaft und die Apotheken haben in Österreich - durch ihre unmittelbare Kommunikation mit den Betroffenen - einen bedeutenden Anteil am gesamten Beratungskonzept. Sie alle sind eingeladen, beim Symposium „Sprechen Sie Gesundheit”, das vom 23. bis 24. April 2009 in der Österreichischen Kontrollbank in Wien stattfindet, die entscheidenden Weichen für die Zukunft der Gesundheitskommunikation in Österreich zu stellen. Wie kann Bevölkerungsgesundheit strategisch gesteuert werden und wie lassen sich Präventionskonzepte in die Realität umsetzen? Ergebnis des Symposiums wird ein Gesundheitskommunikations-Konzept am Beispiel einer erfolgreichen Impfprophylaxe sein, das vor allem auf die spezifischen Erfordernisse für unterschiedliche Zielgruppen und Settings eingeht sowie Evaluierungskriterien und Qualitätsmerkmale für die Zukunft definiert.
Höhepunkt des Symposiums ist die Verleihung des „Österreichischen Kommunikationspreises 2009” unter dem Ehrenschutz des Bundesministers Alois Stöger am 23. April 2009 um 18.30 im Festsaal des Bundesministeriums für Gesundheit. Organisiert wurde dieser Bewerb von der Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation, auch der Springer-Verlag Wien ist in der Jury vertreten. Die interessantesten der insgesamt knapp 130 Einreichungen werden in der Ärzte Woche präsentiert.
Tabelle:
Info-Suche nach Gesundheitsinteresse
Suche nach InformationenInteresse an Gesundheit
  Sehr Eher ja Wenig
Ja 66 % 33 % 13 %
Nein 34 % 67 % 87 %

Von Dr. Monika Steinmaßl-Wirrer, Ärzte Woche 17/2009

  • Herr Doctor Nabil Deeb, 23.01.2011 um 13:25:

    „Menschenrecht auf Gesundheit gilt auch für die Menschen in GAZA-Streifen .


    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor
    PMI-Ärzteverein e.V.
    53140 Bonn


    Das wichtigste völkerrechtliche Abkommen zum Schutz des Rechts auf Gesundheit ist der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt), an den fast alle Länder der Welt ( = 189 Staaten ) auch Deutschland seit 1973 gebunden ist.

    Diesem Pakt zufolge versteht man das Recht auf Gesundheit als das Recht eines jeden Menschen auf das für ihn bzw. sie erreichbare Höchstmaß an körperlicher und geistiger Gesundheit (UN-Sozialpakt, Artikel 12 Absatz 1). Dies verpflichtet den Staat, die Vorraussetzungen zu schaffen, die für eine Person „im Krankheitsfall den Genuss medizinischer Einrichtungen und ärztlicher Betreuung sicherstellen“ (UN-Sozialpakt, Artikel 12 Absatz 2 d).

    Im Sinne des UN-Sozialpakts eröffnet das Recht auf Gesundheit einen Anspruch auf Zugang zur bestehenden Infrastruktur der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Das Recht auf Gesundheit soll ohne Diskriminierung gewährleistet werden, die Leistungen der gesundheitlichen Versorgung müssen für die Betroffenen bezahlbar sein. Die rechtliche Möglichkeit allein, gleichberechtigten Zugang zu haben, reicht allerdings nicht aus. Vielmehr soll der Zugang auch tatsächlich (de facto) gewährleistet werden. Das ist nicht der Fall, wenn die Betroffenen von der Wahrnehmung dieses elementaren Rechts in aller Regel wegen strukturell bedingter Hürden absehen.

    Menschenrechte sind unveräußerliche Rechte. Sie sind grundsätzlich statusunabhängig .

    Der Gesundheitszustand eines Menschen ist von elementarer Bedeutung für ein Leben in Würde.

    Allgemeine Erklärung der Menschenrechte Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948 :

    Artikel 12 :

    Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

    In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird in Art. 25 ganz konkret das Recht auf ärztliche Versorgung und Absicherung im Krankheitsfall festgehalten.

    Diesem Pakt zufolge versteht man das Recht auf Gesundheit als das Recht eines jeden Menschen auf das für ihn bzw. sie erreichbare Höchstmaß an körperlicher und geistiger Gesundheit (UN-Sozialpakt, Artikel 12 Absatz 1). Dies verpflichtet den Staat, die Vorraussetzungen zu schaffen, die für eine Person „im Krankheitsfall den Genuss medizinischer Einrichtungen und ärztlicher Betreuung sicherstellen“ (UN-Sozialpakt, Artikel 12 Absatz 2 d).

    Im Sinne des UN-Sozialpakts eröffnet das Recht auf Gesundheit einen Anspruch auf Zugang zur bestehenden Infrastruktur der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Das Recht auf Gesundheit soll ohne Diskriminierung gewährleistet werden, die Leistungen der gesundheitlichen Versorgung müssen für die Betroffenen bezahlbar sein. Die rechtliche Möglichkeit allein, gleichberechtigten Zugang zu haben, reicht allerdings nicht aus. Vielmehr soll der Zugang auch tatsächlich (de facto) gewährleistet werden. Das ist nicht der Fall, wenn die Betroffenen von der Wahrnehmung dieses elementaren Rechts in aller Regel wegen strukturell bedingter Hürden absehen.

    Menschenrechte sind unveräußerliche Rechte. Sie sind grundsätzlich statusunabhängig und gelten daher auch uneingeschränkt für Frauen, Männer und Kinder. Der Gesundheitszustand eines Menschen ist von elementarer Bedeutung für ein Leben in Würde.

    Im Jahr 2000 haben 189 Staaten in den Millennium Development Goals (MDG) eine klare Aussage zu den globalen Gesundheitszielen getroffen und eine Kehrtwende in der globalen Gesundheit gefordert.

    UNO Menschenrechtsabkommen Pakt I (Sozialrechte) :

    Art. 12: «(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht eines jeden auf das für ihn erreichbare Höchstmass an körperlicher und geistiger Gesundheit an.
    (2) Die von den Vertragsstaaten zu unternehmenden Schritte zur vollen Verwirklichung dieses Rechts umfassen die erforderlichen Massnahmen
    (a) zur Senkung der Zahl der Totgeburten und der Kindersterblichkeit sowie zur gesunden Entwicklung des Kindes;
    (b) zur Verbesserung aller Aspekte der Umwelt- und der Arbeitshygiene;
    (c) zur Vorbeugung, Behandlung und Bekämpfung epidemischer, endemischer, Berufs- und sonstiger Krankheiten;
    (d) zur Schaffung der Voraussetzungen, die für jedermann im Krankheitsfall den Genuss medizinischer Einrichtungen und ärztlicher Betreuung sicherstellen.


    Solange Menschen und ihre Regierungen nicht in ihrem Herzen und in ihrem Geist als Gleiche miteinander umgehen, werden die internationalen Dokumente wie die sog. „“ Allgemeine Erklärung der Menschenrechte „“ in unserer Wissenschaftsgesellschaft nicht viel ändern.!!!


    Die Leukämie und die traumatischen Verletzungen im toxischen Krieg gegen die Menschen in GAZA-Streifen mit abgereichertem Uran :-

    In vielen Regionen der Welt sind die Kinder bei politischen Unruhen und Kriegen zu militärischen Waffen ausgesetzt.

    Bei der o. g . Studie „“ Trends in Childhood Leukemia in Basrah, Iraq, 1993–2007 „“ konnten die amerikanischen Kollegen auch beweisen, erhöhte Erkrankungen der Kinder an Leukämie bei der verbreiteten Verwendung von Munition mit abgereichertem Uran stark ausgeprägt sind.


    Abgereichertes Uran im sinnlosen , massivsten chemonuklearen Krieg gegen den GAZA-Streifen :-

    Urangeschosse wurden im palästinensischen GAZA-Streifen von den israelischen Besatzungstruppen gegen den GAZA - Streifen eingesetzt .

    Zu den zahlreichen Palästinenser, die kurz vor Kriegsende in Gaza getötet wurden, gesellt sich die entweder durch die Auswirkungen von Abgereichertem Uran (Depleted Uranium, DU) oder durch kombinierte Ursachen bewirkte ständig zunehmende Anzahl von Kranken und Toten, es sind hauptsächlich Kinder und Jugendliche.

    Der Ausbruch der Krankheit kann im Fall von DU-Vergiftung bis zu 50 Jahre auf sich warten lassen, die derzeitigen Zahlen sind erst der Anfang.

    Die Auswirkungen von DU erstrecken sich auf eine Dauer von bis zu mehreren tausenden Jahren, sind also nie mehr wieder rückgängig zu machen ( nach der Literatur ) .

    Auf dem gesamten GAZA- Territorium, sind die Gewässer, die Luft, die Vegetation und die Tiere bereits schwer vergiftet. Und was die Menschen betrifft, so schnellen die Erkrankungen und die Todesfälle mit unglaublicher Geschwindigkeit in die Höhe.

    Wirkung der Munition aus abgereichertem Uran :-

    Uran ist eines der Elemente mit dem höchsten spezifischen Gewicht bzw. der höchsten Dichte.

    Gesundheitsschäden durch abgereichertes Uran :-

    Erkranken können alle Lebewesen - nicht nur Menschen, - die mit der Uranmunition und dem Uranoxidstaub in Berührung kommen: Rüstungsarbeiter bei der Produktion der Munition, Soldaten beim Transportieren, dem Lagern und beim Verschießen der Munition, alle Lebewesen im Einsatzgebiet und alle Lebewesen, die Nahrungsmittel aus dem Einsatzgebiet konsumieren, weil das Uran auch über die Nahrungskette in die Körper gelangt.

    Uranoxidteilchen von 2,5 µm Größe kann niemand sehen, riechen oder schmecken. Wenn mit der Nahrung Uranpartikel aufgenommen werden, können nur 0,2% durch den Darm in den Körper gelangen, der Rest wird mit den Exkrementen ausgeschieden.

    Hauptsächlich werden Uranoxidteilchen eingeatmet, gelangen in das Lungengewebe und dadurch in das Blut. Sie sind in den Körperflüssigkeiten nur sehr schwer löslich. Sie werden überwiegend im Skelett eingelagert, das als Langzeitdepot dient.

    Die „biologische „Halbwertzeit“ ist die Zeit, in der die Hälfte des aufgenommenen Urans wieder ausgeschieden ist. Sie ist auf jeden Fall länger als ein Jahr.

    Über die Blutbahn gelangt das Uran in die Leber und die Nieren, wo es die Zellen vergiftet. Die akute Gesundheitsschädigung besteht in einer chemischen Vergiftung durch das Schwermetall Uran, ähnlich wie bei einer Cadmium- oder Bleivergiftung, nur reicht schon eine wesentlich geringere Menge dafür aus. Bei fortgesetzt gleichmäßiger Abgabe von geringen Mengen Uran aus dem Knochenspeicher wird die nierenschädigende Wirkung anderer Umweltgifte, denen wir ausgesetzt sind, verstärkt.

    Die akute Schwermetallvergiftung durch Uran führt zu Funktionsstörungen von Nieren und Leber, bis zum tödlichen Funktionsausfall. Die geschädigte Leber ist nicht in der Lage, die Eiweißsynthese und den notwendigen kolloidosmotischen Druck aufrechtzuerhalten, so tritt das Wasser in den Bauchraum aus. Die geschädigte Niere ist nicht in der Lage, das Wasser auszuscheiden.

    2. Gesundheitliche Schäden durch niedrige Strahlendosis :-

    Die chronische Uranvergiftung führt zu einem AIDS-ähnlichem Immundefekt oder zu Krebserkrankungen, insbesondere Leukämie. Auch natürliche Radioaktivität verursacht eine gewisse Anzahl von Krebserkrankungen, denn es gibt keine unschädliche Niedrigstrahlung. Da das Uran in den Knochen eingelagert wird, ist dort der Ausgangspunkt der schwachradioaktiven Strahlung. Das Gewebe, das in -Strahlen am nächsten liegt, ist das Knochenmark, das Organ, inaReichweite der dem die Blutzellen und die Immunzellen gebildet werden. Wird dieses Immun- und Blutbildungsorgan radioaktiv verstrahlt, kommt es zu einer schweren Form der Blutarmut (aplastische Anämie), zu Krebserkrankungen wie Leukämie oder anderen bösartigen Neubildungen oder zum Immundefekt. Folgen des Immundefektes sind schwerste Verläufe von Masern und Kinderlähmung, Salmonellen- und Wurmerkrankungen, Herpes- und Zosterbildungen.

    Beim Hautkontakt mit abgereichertem Uran kommt es zu schlecht heilenden Wunden mit schmerzlosen Geschwüren. Sie sind deshalb schmerzlos, weil die schmerzempfindenden und -leitenden Sinnes- und Nervenzellen zerstört worden sind.

    Schließlich wird durch das abgereicherte Uran eine genetische Schädigung verursacht. Es kommt zu einer Häufung von Fehlgeburten, Totgeburten und Geburten lebensunfähiger Kinder.

    Von uranvergifteten Eltern wurden Kinder mit folgenden angeborenen Mißbildungen lebend geboren :-

    • Hydrocephalus mit Hirnnervenstörung und Schwachsinn
    • Phokomelie, einer ausgeprägten Mißbildung der Extremitäten wie nach Contergan
    • fehlende Knorpelbildung der unteren Extremitäten
    • Fehlbildung eines Beines mit Greiffunktion einer Hand
    • Fehlbildung, Zusammenwachsen der Finger und der Zehen
    • Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
    • Abdominalspalt
    • Spina bifida, Spaltbildung der Wirbelsäule.

    Während des Zweiten Weltkrieges war im Oktober 1943 durch Deutschland eine großflächige Radioaktivität in die Kriegführung eingeplant. Auf diese Zeit geht wohl auch die Entwicklung „besonderer Geschosse“ zurück. Die US-Spionage hatte hiervon allerdings Kenntnis erhalten.

    D.U.-Geschosse wurden von den alliierten Truppen im Golfkrieg 1991 erstmalig angewandt, mit verheerenden Wirkungen und Folgen.


    Menschenrecht auf Gesundheit gilt auch für die Menschen in GAZA-Streifen .

    Human right to health also applies to the people of Gaza Strip.

    Droit à la santé de l'homme s'applique également à la population de la bande de Gaza.

    Människors rätt till hälsa gäller också för människorna i Gaza.



    Literatur :-

    1. Veröffentlichungen des Deutschen Instituts für Menschenrechte
    http://www.dimr.eu/questions.php?questionid=174 ;

    2. Veröffentlichungen der Ärzteorganisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW).;

    3. Internationale Presseveröffentlichungen in verschiedenen Sprachen ;

    4. Zahlreiche Internationales Recht – und Medizin-Fachliteratur ;
    4 . International study confirms doubling of childhood leukemia rates in southern Iraq,
    , "Trends in Childhood Leukaemia in Basrah, Iraq (1993-2007), published in the American Journal of Public Health , American Journal of Public Health, 10.2105/AJPH.2009.164236. ;
    5. Rest der Literatur beim Verfasser


    Mit freundlichen kollegialen Grüßen

    Ihr

    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor

    PMI-Ärzteverein e.V.
    Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
    Palestine Medico International Doctors Association ( P.M.I.) registered association

    Department of Medical Research
    Département de la recherche médicale

    P.O. Box 20 10 53
    53140 Bonn – Bad Godesberg / GERMANY

    e.mail:


    PS.:

    Bei Anforderung von Literatur wenden Sie sich bitte an meine o. g . Adresse in 53140 Bonn.“

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