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Foto:  EyeWire
Welche Bedeutung hat Erfahrung im Operationssaal? Weder dem Gesundheitssystem noch den Patienten kann die Ergebnisqualität gleichgültig sein.
 
Gesundheitspolitik 24. April 2009

Fallzahlen zählen für die Erreichung guter Ergebnisse

Medizinische Qualität hängt auch mit den Patientenfrequenzen zusammen.

Der oberösterreichische Landesrechnungshof kritisiert, dass eine Kostendämpfung von 75 Millionen Euro angestrebt war, aber nur 13,5 Millionen erreicht wurden. Im Regionalen Strukturplan Gesundheit wird für bestimmte Eingriffe eine jährlich in einer Einrichtung zu erreichende Anzahl „empfohlen“, um Behandlungsroutine und Qualität sicherzustellen. In vielen Spitälern, so der Rechnungshof, werden diese Fallzahlen jedoch deutlich unterschritten. Die erste Reaktion der Ärzteschaft war, dass Qualität nicht nur an Fallzahlen gemessen werden könne.Um Zahlen geht es auch in der Steiermark, wo etwa um verfehlte Einsparungsziele und um den Erhalt der Chirurgie in Bad Aussee gestritten wird. Diese soll trotz niedriger Fallzahlen offen bleiben, meinen die einen. Die Grünen wiederum fordern, dass aus regionalen Spitälern „Gesundheitszentren“ werden sollen, die trotz des Abbaus von Akutbetten mehr Leistung bieten und Schnittstellenprobleme vermeiden helfen würden. Auch niedergelassene Ärzte sowie medizinisch technische Dienste sollen dort Raum für ihre Ordinationen finden. Welche Bedeutung haben nun die erreichten Fallzahlen für die Qualität eines Spitals tatsächlich? Und ist der Erhalt von Krankenhäusern in einer möglichst großen Zahl tatsächlich das Nonplusultra österreichischer Gesundheitspolitik?

 

Lesen Sie zu diesem Thema auch diese Standpunkte:

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher , Ärzte Woche 17/2009

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