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Gesundheitspolitik 3. Februar 2012

Sparpaket - Ärzte wollen bei Reform mehr mitreden

Die Österreichische Ärztekammer hat den Fortgang der Verhandlungen über eine Gesundheitsreform am Donnerstag wohlwollend kommentiert, zugleich aber mehr Mitspracherechte für ihren Berufsstand eingefordert.

Die jüngst bekanntgeworden Ergebnisse sieht Ärztekammer-Präsident Walter Dorner als Verdienst seiner Organisation, denn man habe bereits vor drei Jahren ein Konzept vorgelegt, dessen Inhalte "sich im Wesentlichen" mit jenen decke, die nun auf dem Tisch liegen, so Dorner in einer Aussendung. Einmal mehr warnen die Ärzte vor Leistungsreduzierungen.

Dorner formulierte als konkrete Erwartungen der Ärzteschaft an die Reform eine "deutliche Stärkung des niedergelassenen Bereichs", eine "Entbürokratisierung des Krankenhaussystems" und auf eine "regional behutsame Anpassung der Strukturen" unter Berücksichtigung auf die Anforderungen der unterschiedlichen Regionen. Die Ärztekammer vermisse in den derzeitigen Verhandlungen allerdings die Thematisierung von "Maßnahmen zur Prävention" sowie des Pflegesektors.

Und was auch immer am Ende des Tages als Reformpaket vorliegen werde, keinesfalls dürfe die Gesundheitsreform "als Alibi dafür verwendet werden, mit dem Rechenstift medizinische Leistungen zu reduzieren, den Zugang zur Spitzenmedizin zu reglementieren und zu limitieren sowie einen Verwaltungsapparat aufzublähen", betonte Dorner.

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