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Gesundheitspolitik 31. Jänner 2012

Ordensspitäler: Auch 5. Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

Kein Ergebnis bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die 15.000 Arbeitnehmer in den Privatkrankenanstalten und konfessionellen Einrichtungen. "Wir verlangen für die Beschäftigten einen Reallohnzuwachs. Dazu sind die Arbeitgeber bislang nicht bereit", sagt der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Willibald Steinkellner. In den nächsten Tagen sind nun die Beschäftigten am Wort: Sie werden in einer Abstimmung über die weitere Vorgangsweise entscheiden.

Kein faires Angebot


Das Einkommensniveau in den Privat- und Ordensspitälern liegt je nach Berufsgruppe zwischen 5 und 18 Prozent unter dem Niveau in den öffentlichen Krankenhäusern. "Mit dem vorliegenden Arbeitgeberangebot würde sich der Einkommensnachteil weiter vergrößern. Ein faires Angebot, das auch die hohe Leistung der Beschäftigten abgilt, sieht anders aus", sagt Steinkellner.

Gewerkschaftliche Maßnahmen


Das Arbeitgeberangebot sieht eine Erhöhung des Grundgehalts um 2,56 Prozent plus 11,1 Euro vor, bei den Zulagen bieten die Arbeitgeber eine Erhöhung um 3,05 Prozent an. "Wir versuchen mit aller Kraft, einen fairen Kollektivvertragsabschluss für die Bediensteten des privaten Gesundheitssektors zu ermöglichen", meint hingegen Mag. Werner Fischl, Vizepräsident des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs, "obwohl wir mit unserem letzten Angebot bereits an unsere wirtschaftlichen Grenzen stoßen."


Für eine Diplomierte Krankenschwester im 7. Dienstjahr bedeutet das z.B. eine Gehaltserhöhung von 60,12 Euro pro Monat. Für einen Sachbearbeiter im Rechnungswesen im dritten Dienstjahr gibt es rund 50,00 Euro pro Monat mehr.


In den betroffenen Betrieben wird bis 9. Februar über gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen abgestimmt", kündigt Steinkellner an. "Nun sind unsere MitarbeiterInnen am Zug, unser faires Angebot anzunehmen. Bei der sechsten Verhandlungsrunde am 14. Februar erwarten wir einen positiven Abschluss der Verhandlungen", so Mag. Fischl.

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