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Gesundheitspolitik 24. Jänner 2012

Vogelgrippe-Virus H5N1: Freiwillige "Sicherheitspause"

Die Sorge, dass ein im Labor entwickeltes Supervirus in die falschen Hände geraten könnte, hat Grippeforscher zu einem freiwilligen Stopp ihrer Arbeit veranlasst. 60 Tage lang wollen sie auf weitere Experimente mit der neuen Variante des Vogelgrippe-Erregers H5N1 verzichten, um Gesundheitspolitikern Zeit zum Beschluss verschärfter Sicherheitsmaßnahmen zu geben.

Angst vor Biowaffen

Die USA und andere Länder fürchten, dass Terroristen mit dem gefährlichen und hochansteckenden Virus Biowaffen herstellen könnten. "Wir sehen ein, dass wir und andere Wissenschaftler die Vorteile unserer wichtigen Untersuchungen klar darlegen und Maßnahmen zur Reduzierung möglicher Risiken vorschlagen müssen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Die Fachjournale "Nature" und "Science" veröffentlichten jetzt das von 39 H5N1-Experten signierte Dokument. Darin fordern die Unterzeichner ein internationales Forum zur Debatte über die Gefahren des Erregers und entsprechende Maßnahmen.

Konferenz Ende Februar

Nach Angaben der Journale will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Experten und Behörden zu einer Konferenz Ende Februar in Genf einladen. Der größte internationale Wissenschaftlerverband AAAS (American Association for the Advancement of Science) werde das Thema bei seiner Jahresversammlung Mitte Februar in Vancouver (Kanada) ebenfalls in Vorträgen und Seminaren erörtern, hieß es.

Washington hatte bereits im Dezember an Forscher und Fachjournale appelliert, die Daten des Erregers unter Verschluss zu halten.

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