zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 19. Jänner 2012

Wirkung einer Glukan-reichen Nahrungsergäung auf Basis von Enzym-Hefezellen auf die LPS-induzierte Cytokin-Stimulation

Vorgaben, mit denen über Ernährungsansätze auf Parameter der zellulären Immunität Einfluss genommen werden sollen, sind meist nur unzureichend untersucht und über methodische Verfahren abgesichert. In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss eines Glukan-reichen Nahrungssupplements auf Basis von Hefezellen auf die ex-vivo LPS-induzierte Stimulation von TNF-alpha und IL-6 im Vollblut beobachtet.
Hierzu wurden 11 klinisch gesunde und normalgewichtige Personen beiderlei Geschlechts im Alter von 20 bis 50 Jahren vor und nach einer 4-wöchigen Intervention mit einem bioaktiven Supplement (morgendlicher Verzehr von 30 ml Dr. Wolz Zell Immunkomplex®) untersucht. Zur Beschreibung der Interleukinantwort im Rahmen der zellulären Immunität wurde zu 3 Untersuchungszeitpunkten (Kontrolluntersuchung, bei Interventionsbeginn, nach Intervention) vor und 4 Stunden nach Verzehr des Supplements die Konzentrationen von TNF-alpha und IL-6 im Vollblut nach erfolgter ex-vivo Stimulation mit LPS mittels hoch sensitivem ELISA-Kits gemessen. Zusätzlich wurde die Serum-hs-CRP-Konzentration im Verlauf bestimmt.
Alle Probanden beendeten die Studie ohne Beobachtung von Nebenwirkungen. Gegenüber der Kontrolluntersuchung kommt es nach dem erstmaligem Trinken wie auch nach dem Interventionszeitraum von 4 Wochen zu einer geringen, aber signifikanten Reduktion der stimulierten IL-6 Vollblut- Konzentration; anders als für IL-6 wird für die stimulierte TNF-alpha Vollblut-Konzentration nach der 4-wöchigen Intervention eine moderate Aktivierung sichtbar. Im hs-CRP können keine gerichteten Veränderungen beobachtet werden.
Mit der benutzten Methode ist es möglich, einen moderaten, aber zu bestimmten Zeitpunkt signifikanten Einfluss des getesteten bioaktiven Immunkomplexes auf die Vollblutstimulation der Cytokine TNF-alpha und IL-6 nachzuweisen. Der Verzehr des Supplements führt zu einer Modulation der zellulären Immunantwort bei unterschiedlicher Reaktion der beiden gemessenen Cytokine. Die nachgewiesene Wirkung wird in ihrer Bedeutung für die Gesundheitsvorsorge diskutiert.

Prof. Dr. med. Aloys Berg, D. Schaffner, A. Stensitzky-Thielemans, P. Deibert, D. König, Sport- und Präventivmedizin 4/2011

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben