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Gesundheitspolitik 17. Jänner 2012

NÖ: Trotz Krisenstimmung mehr Budget für Prävention

60 Prozent mehr Budget gibt es heuer für die Gesundheitsförderung in Niederösterreich: Die neue Strategie der NÖGKK setzt auf eine Mischung gesundheitsfördernder und präventiver Angebote. Grundlage dafür waren die gutbesuchten Präventionsveranstaltungen der Kasse. 172 000 Besucher haben bis dato daran teil genommen. Auf Basis dieser Erfahrungen wurde jetzt die 5-Jahres-Strategie "Integrierte Gesundheitsförderung" erstellt.


Der Vorstand der niederösterreichischen GKK hat sich entschieden für das Projekt heuer 17 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, damit die Nachhaltigkeit der Angebote gesichert werden kann.


Lohnende Investition


Denn genug Studien würden belegen, dass Menschen mit geringem Einkommen und geringer Bildung ein bis zu doppelt so hohes Risiko hätten zu erkranken oder vorzeitig zu sterben, so die NÖ-GKK. Daher sei ein "Mehr" an Gesundheit nicht nur durch eine optimale Versorgung, sondern vor allem durch eine ausgeweitete, setting- und zielgruppenorientierte Gesundheitsförderung zu erreichen.


Prävention auch in Sparzeiten?


"Die Gesundheitsförderung steht für die Krankenversicherung als Pflichtaufgabe im Gesetz. Daher ist es nicht nur legitim, sondern auch mit Blick in die Zukunft unumgänglich notwendig, dafür Geld in die Hand zu nehmen: Wir werden älter, die Medizin immer besser aber auch teurer - daher brauchen wir Vorsorge, um uns einen gleichen Zugang zum Gesundheitssystem für alle auch künftig noch leisten zu können. Damit werden wir unserem Motto "Wir vorsorgen Sie" gerecht", betont NÖGKK-Generaldirektor Mag. Jan Pazourek zur vielzitierten Kritik.


Jeder investierte Euro rechnet sich


Denn dass Prävention wirke, sei unbestritten - so sprächen Fachleute etwa bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung - einem Flaggschiff des Präventionsprogrammes - von einem „return of investment“ von bis zu 1 zu 5. Das heißt, dass jeder aufgewendete Euro der Sozialversicherung und der Gesellschaft fünf Euro an Kosten erspart.

NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter: "Für mich steht aber punkto Prävention die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen an erster Stelle. Das wichtigste Ziel der sozialen Krankenversicherung ist, Leid zu verhindern oder zumindest den Gesundheitszustand zu verbessern."

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