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Gesundheitspolitik 30. November 2011

Uni Graz: ÖH wehrt sich gegen neuen Hochschulplan

"Qualität und Freiheit der Lehre sind durch die Pläne des Bikdungsministeriums in höchster Gefahr," warnt Bernhard Bitterer aus dem Vorsitzteam der ÖH Uni Graz. "Durch Leistungsvereinbarungen werden die Universitäten in ein enges Korsett gezwängt, welches durch Entzug von Geldmitteln fest verschnürt wird."

Die ÖH Uni Graz fordert das Bundesministerium auf, die Pläne zur Beschränkung von Studienplätzen und die zentralistische Kontrolle der Universitäten aufzugeben, durch eine ausreichende Finanzierung der Universitäten deren Forschung und Lehre zu gewährleisten und damit die Zukunft des Bildungsstandortes Österreich zu sichern.


"Aushungern" kleiner Unis


Blieben Plätze aufgrund von Schwankungen in der Nachfrage frei, würden für diese auch Gelder gestrichen. Es werde also ein Anreiz geboten, mit niedrigen Studierendenzahlen zu kalkulieren und die Lehre zugunsten angewandter Forschung zu vernachlässigen. "Der Plan passt in das von Töchterle bei seinem Besuch in Graz angekündigte Aushungern kleiner Unis und Studienrichtungen abseits der angewandten Forschung" so Leopold Lindenbauer, Referent für Bildung und Politik der ÖH Uni Graz.


Unis sollten selbst entscheiden


Mit dem neuen Hochschulplan von BM Töchterle unterwerfe das Bildungsministerium die österreichischen Universitäten einer Hochschul-Planwirtschaft," meint auch Stefan Thum, Vorsitzender der ÖH Uni Graz. "Das Ministerium beschneidet die Autonomie der Universitäten, indem es zentral vorgibt, was zu forschen und unterrichten sei." Doch die Universitäten sollten sich selbst ein Plansoll an Studienplätzen auferlegen können.

OTS/AN

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