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Gesundheitspolitik 24. November 2011

Schönheitschirurgie: Maximal zwei OPs am Tag

"Ich habe mir dieses Limit gesetzt, damit ich jeder Patientin und jedem Patienten meine volle Aufmerksamkeit zusichern kann", so Dr. Wolfgang Metka, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. "So ist das gesamte OP-Team erholt und hält die vorgeschriebenen Arbeitsgesetze ein.“


PR-Gag oder Qualitätsoffensive?


Wahrscheinlich beides. Dem erfahrenen Schönheitschirurgen sei laut Presseaussendung bekannt, dass viele Kollegen nach ihrem anstrengenden Nachtdienst noch Schönheits-OPs in Privatkliniken durchführen. Für die Patientinnen und Patienten sehe er persönlich genau da ein großes Gefahrenpotential.


Billig kann teuer werden


Metka rät Patientinnen und Patienten deshalb sich nicht von Rabatt-Aktionen und Billig-Angeboten verführen zu lassen. "Die Schönheitschirurgie in Österreich entwickelt sich seit kurzem in eine Richtung, die für die Patientinnen und Patienten ganz neue Gefahren birgt: Um konkurrenzfähig gegenüber ausländischen Anbietern zu sein, sinken die Preise für Beauty-OPs auch in Österreich und mit den Preisen auch die Qualität. Bei seriös arbeitenden Schönheitschirurgen läuten spätestens jetzt, ob dieser Entwicklung, die Alarmglocken. Nicht nur weil ein ganzer Zweig der Medizin in Verruf geraten könnte, sondern vor allem weil Patienten Risiken ausgesetzt sind, die sie selbst nicht annähernd erahnen können", so Metka.


Facharztausbildung ein guter Weg


Er bevorzuge die Einführung einer Facharztausbildung für Ästhetische Chirurgie und unterstützt den Vorstoß des Gesundheitsministers, da sich die Aufgabenstellung an den Chirurgen sehr speziell darstelle und ein hohes Maß an Routine und Einfühlungsvermögen für die Patientinnen und Patienten von absolutem Vorteil wäre.

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