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Foto: Privat
Dr. Lydia Unger-Hunt lebt in Brüssel, ist Medizinerin und Gesundheitsjournalistin
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Dr. Lydia Unger-Hunt lebt in Brüssel, ist Medizinerin und Gesundheitsjournalistin

 
Gesundheitspolitik 8. April 2009

News aus Brüssel

Konferenz „Jugend und Gesundheit in Europa“.

„Insgesamt ist die Gesundheit der jungen Leute in Europa befriedigend, doch sind einige Bereich von besonderem Interesse, wie etwa Ernährung, körperliche Aktivität, Alkoholmissbrauch sowie sexuelle und mentale Gesundheit.“ So der Europäische Rat in einer Resolution vom 20. November 2008, in der die Mitgliedstaaten dazu aufgefordert werden, das Wissen und die Forschung über dieses Thema zu verbessern, den Austausch über „Best practices“ auf europäischem Niveau zu fördern und die Partnerschaften zu Jugendorganisationen zu festigen.

Gesagt – und auch schon fast getan: Am 9. Juli 2009 wird in Brüssel die zweitägige Konferenz „Jugend und Gesundheit“ stattfinden, veranstaltet von der Europäischen Kommission, in Kooperation mit dem European Health Forum und europäischen Jugendorganisationen.

Mit Hilfe dieser Veranstaltung soll nun bei der jüngeren Generation das Interesse an Gesundheitsthemen geweckt werden. Zugegeben keine leichte Aufgabe, denn welcher Teen oder Twen macht sich schon Gedanken über seine oder ihre Gesundheit? Um das Interesse der Zielgruppe ein wenig anzukurbeln, haben die Veranstalter daher – natürlich! – einen Blog* eingerichtet, auf dem Interessierte ihre Ideen und Anregungen zu den jeweiligen sechs Themenschwerpunkten hinterlassen können. Das Zuckerl: Die Autoren der besten Ideen werden zur Konferenz nach Brüssel eingeladen und können ihre Vorschläge dort „live“ einem interessierten Publikum unterbreiten. Im Fokus stehen:

  • Gesundheit kommunizieren. Wie beeinflussen Internet, Mobiltelefon oder Fernsehen unsere Gesundheit? Können diese Medien bei der Verbesserung der Gesundheit helfen?
  • Die Problematik des Übergewichts, schon bei Kindern und Jugendlichen, ist in aller Munde. Was kann dagegen unternommen werden?
  • Wie kann und soll man als Jugendlicher oder junger Erwachsener mit Risiken umgehen? Motorradfahren ohne Helm, Sex ohne Kondom – wie kann man „Risikomanagement“ am besten vermitteln?
  • Wie können die Arbeitsplätze der Zukunft „gesund“ gestaltet werden? Sicher, ergonomisch korrekte Bürostühle und eine Kantine, die gesundes Essen anbietet, sind zwei Möglichkeiten. Aber wie steht es mit den Möglichkeiten, sich am Arbeitsplatz zu bewegen, wie könnte man ein Fitnessschema in jeden Arbeitstag integrieren?
  • Schulen sind natürlich ein idealer Ort, um Gesundheitsinformationen zu vermitteln; nicht nur für Kinder, sondern auch, um deren Eltern zu erreichen. Doch wie interessant sind diese? Wie können sie verbessert werden, damit die „message“ auch ankommt?
  • Facebook und andere soziale Netzwerke – könnten sie ebenfalls als Vehikel eingesetzt werden, um Gesundheit zu fördern?

Etwa 400 junge Leute werden erwartet, die mit Vertretern der nationalen und EU-Behörden diese Themen erörtern werden. Partner der Veranstaltung sind neben dem Youth Health Forum übrigens auch die WHO, europäische Sportorganisationen und die International federation of medical students’ association+.

 

* http://ec.europa.eu/health-eu/youth/theme/index_en.htm

+ http://www.ifmsa.org/

Dr. Lydia Unger-Hunt , Ärzte Woche 15/2009

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