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Gesundheitspolitik 3. November 2011

MedUni Wien: Urteil bestätigt Abberufung von Zimpfer

Die Klage von Michael Zimpfer auf Rücknahme seiner Abberufung wurde vom Arbeits- und Sozialgericht abgewiesen. Der Richter bestätigte in seinem Urteil mehrfach schwere Verletzungen von Dienstpflichten und Vernachlässigung seiner Aufgaben als Klinik- und Abteilungsleiter. Der Rektor der Medizinischen Universität Wien, Wolfgang Schütz, ist mit der Entscheidung zufrieden.


Nach seiner Abberufung als Leiter der Anästhesie am AKH Wien im Jahr 2007, hat Michael Zimpfer mehrfach auf Rücknahme dieser Entscheidung geklagt. Sämtliche Klagen wurden abgewiesen. Letztendlich hat Zimpfer Klage beim Arbeits- und Sozialgericht Wien eingebracht. Diese Klage wurde mit dem heute zugestellten Urteil nun ebenfalls abgewiesen.  Die von der Medizinischen Universität Wien genannten Abberufungsgründe sah das Gericht als in allen Punkten bestätigt an.


Die MedUni Wien hatte Zimpfer im Jahr 2007 vorgeworfen, nicht gemeldete Nebenbeschäftigungen - insbesondere im Rudolfinerhaus Wien und die Funktion des ärztlichen Leiters des Gesundheitszentrums Döbling - auszuüben. Dadurch kam es zur zwangsläufigen Vernachlässigung der eigentlichen Aufgaben an der Universitätsklinik am AKH Wien. Als gravierend erwies sich dabei das Fehlen eines funktionierenden Personalmanagements. Dies wiederum führte unter Zimpfers Verantwortung zu zahlreichen Verstößen gegen das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz (KA-AZG). Zudem führt das Abberufungsschreiben auch das aggressive Verhalten von Zimpfer in der Öffentlichkeit an, durch das er dem Ansehen der Universität schadete (Zimpfer hat im Jahr 2007 eine damalige Freundin in der Öffentlichkeit geschlagen).


"Durch das Urteil", so Wolfgang Schütz, Rektor der MedUni Wien, "sehen wir uns in unseren Einschätzungen und Entscheidungen von 2007 bestätigt. Manchmal bedarf es klarer und auch harter Maßnahmen, die wir zum Wohl der Patienten und zum Schutz aller an der MedUni Tätigen treffen müssen. Unter meiner Leitung der MedUni Wien werden keine derartigen Missstände von Leitungspersonen geduldet."
Nach der Abberufung von Zimpfer im Jahr 2007, wurde von Seiten der MedUni Wien die Abteilung für Anästhesie am AKH personell und organisatorisch neu aufgestellt. Schütz zeigt sich über den eingeschlagenen Weg und die bereits getroffenen Maßnahmen erfreut: "Die gemeinsamen Anstrengungen des gesamten Teams der Anästhesie ermöglichen einen sicheren und reibungslosen Ablauf und garantieren den Patienten eine erstklassige Betreuung und Versorgung auf höchstem medizinischen Niveau. Ich danke an dieser Stelle der nach der Abberufung von Michael Zimpfer eingesetzten Führungsriege, insbesondere Astrid Chiari und Jörg Michael Hiesmayr, für die hervorragende und schwierige Arbeit." Dieser Weg werde durch den zwischenzeitlich neu berufenen Leiter der ehemaligen "Zimpfer-Abteilung" Klaus Markstaller, konsequent fortgesetzt, heißt es in einer Aussendung der MedUni Wien

Quelle: Aussendung der MedUni Wien.

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