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Gesundheitspolitik 20. Oktober 2011

"Fall Wilhelminenberg": professionelles Personal fehlt auch heute

Im Kinderheim Wilhelminenberg wurden Erzieher für Kinder eingesetzt, die keine entsprechende Ausbildung für diese Funktion hatten. Das sei auch heute immer wieder der Fall, kritisiert die Kinderschutzorganisation "die möwe"  in einer Aussendung.

Kinderschutz-Ausbildung

"Solange Menschen, die professionell mit Kindern zu tun haben, keine verpflichtende Kinderschutz-Ausbildung absolvieren müssen, so lange wird es Missbrauch an wehrlosen, schutzbedürftigen Kindern geben, so lange wird eine frühe Aufdeckung von Fällen hintangehalten und so lange wird der professionelle Umgang mit Opfern behindert" , so Martina Fasslabend, Präsidentin der möwe.

Situation in Österreich

In Österreich gibt es run 8000 Kinderbetreuungseinrichtungen, die nach Altersstruktur in Krippe, Kindergarten, Hort und Kindergruppe geliedert sind. Daneben bieten auch Spielgruppen und Tagesmütter/-väter ihre Dienste an. Über 60 Prozent aller Betreuungseinrichtungen werden von Gebietskörperschaften (vor allem Gemeinden) betrieben. Weiters sind Pfarren, Familienorganisationen, gemeinnützige Vereine, Betriebe und Privatpersonen als Träger von Einrichtungen tätig.

Professionelles Personal fehlt

"Etwa 318.000 Kinder sind in Betreuungseinrichtungen eingeschrieben", erklärt Fasslabend, "Durch kurzfristige Umschulungsinitiativen wegen Personalknappheit, landen Menschen in der Kinderbetreuung, die dort absolut nichts verloren haben. Auch Kindergaten -HelferInnen haben meist  keine einschlägige Ausbildung."

Deshalb fordert der Verein, dass Lehrer, Erzieher und Pädagogen einheitlich und verpflichtend für den Kinderschutz ausgebildet werden sollen.

Presse \\\\\\\\\\\\\\\"die möwe\\\\\\\\\\\\\\\"/AN, springermedizin.at

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