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Gesundheitspolitik 13. Oktober 2011

"Millionengrab ELGA" - Ärzten geht FP-Kritik nicht weit genug

Die FPÖ forderte gestern den sofortigen Stopp des Projekts ELGA. Dazu die Österreichische Ärztekammer in einer Stellungnahme: Dass die Kosten von fast 300 Mio. Euro in keinem Verhältnis zum Nutzen für die Patienten stehen, sei unbestritten. Allerdings, trete die FPÖ grundsätzlich für eine zentrale Speicherung hochsensibler Gesundheitsdaten ein, dagegen wehren sich aber die Ärztevertreter.

Daten vernetzen

"Was wäre damit gewonnen? Zentral gespeicherte Daten sind und bleiben eine Sollbruchstelle", meint Ärztekammerpräsident Walter Dorner. Die Ärztekammer spricht sich daher erneut dafür aus, längst bestehende Datensysteme von Spitälern, Krankenanstaltsverbänden und niedergelassenen Ordinationen zu vernetzen.

Kein zentraler Datenspeicher

"Die Kosten wären um ein Vielfaches geringer als für das Prestigeprojekt ELGA – und: die Gesundheitsdaten jedes Einzelnen wären auf seiner persönlichen E-Card gespeichert und nicht auf irgendeinem Zentralserver, auf den eine unüberschaubare Menge von Personen zugreifen kann – je nach Gutdünken des Gesundheitsministeriums", erklärte Dorner.

ÖÄK/AN

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