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Gesundheitspolitik 9. Oktober 2011

Ärzte-Haftpflichtversicherung: Verwirrung in Kärnten

In Kärnten herrscht in Sachen Haftpflichtversicherung Verwirrung. Es ist teils unklar, ob sich manche Ärzte noch nicht versichert haben, oder ob es "Überleitungsprobleme" der Versicherungen gibt. Von acht bis zehn Prozent der nunmehr versicherungspflichtigen Ärzte habe man noch keinen Nachweis über die Haftpflichtversicherung, hieß es von der Ärztekammer.

Falsche Adresse

Dabei sei unklar, wie hoch die Zahl von fehlerhaften Weiterleitungen seitens der Versicherungen ist. "Wir wissen, dass manche Nachweise an die Landesregierung oder die Gebietskrankenkasse geschickt wurden und nicht zu uns", sagte Kammeramtsdirektor Bernd Adlassnig. "Wir gehen nun mit Anrufen bei den Ärzten jedem einzelnen ausstehenden Nachweis nach." Nach Ende der Nachfrist am 31. Oktober würden "die maximal ein paar säumigen Ärzte" beim Disziplinaranwalt angezeigt. "Schließlich ist die Versicherungspflicht gesetzlich verankert", so Adlassnig.

Zahnärzte erhalten Erinnerungsschreiben

Von der Kärntner Zahnärztekammer hieß es, dass der Anteil der bereits versicherten Kollegen zwischen 80 und 90 Prozent liege. "Nächste Woche versenden wir Erinnerungsschreiben", so Präsident Karl Rezac. Auch er sprach von "Überleitungsproblemen bei den Versicherungen". Sollten in zwei, drei Wochen "wider Erwarten" einige Zahnärzte ihrer Versicherungspflicht nicht nachgekommen sein, werde es Schiedsverfahren geben.

Informationen aus der Bundeshauptstadt liegen nicht vor: Eine Weitergabe der Zahlen sei nicht erlaubt, wurde auf Anfrage in der Wiener Ärztekammer versichert. Man könne davon ausgehen, dass alle der rund 1.300 Zahnärzte in Wien eine Versicherung abgeschlossen haben, erklärte ein Sprecher der Zahnärzte-Kammer. Mitglieder seien auch immer wieder darauf hingewiesen worden, dass sie dies tun müssten.

apa.at

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