zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 6. Oktober 2011

Gesundheitsreformer irren: Ärzte sind nicht ihre Dienstleister

Niemand ist den Patienteninteressen näher als Ärztinnen und Ärzte - Absage an Machtstreben und Sparen am Rücken der Patienten

Die Ärzteschaft müsse sich von niemandem sagen lassen, dass "grundsätzlich nicht länger die Bedürfnisse der einzelnen Dienstleister, sondern die Interessen der Patienten im Vordergrund der Gesundheitspolitik stehen sollten". Das betonte Ärztekammerpräsident Walter Dorner in Anspielung auf die jüngsten Aussagen von Gesundheitsminister Alois Stöger im Rahmen der Konferenz der Gesundheitsreferenten der Länder gestern, Mittwoch, in Bad Hofgastein.

Niemand sei den Patienteninteressen näher als Ärztinnen und Ärzte, "denn sie sind es, die sich tagtäglich um die Gesundheit und Krankheiten ihrer Patienten sorgen und bemühen", so Dorner.

Macht, Einfluss und Finanzen

Von dieser Verantwortung und Unmittelbarkeit gegenüber den Patienten seien Gesundheitspolitiker und Gesundheitsbürokraten jedenfalls ganz weit weg. Dorner: "Diesen geht es in erster Linie um Macht, Einfluss, Finanzen im Sinne von generellen Einsparungen und Kompetenzstreitigkeiten." Dafür stünden Ärztinnen und Ärzte als "Dienstleister" nicht zur Verfügung.

Ärzte helfen Kranken

Dorner betonte, dass Ärztinnen und Ärzte in allererster Linie Helfer kranker Menschen sind. Dies werde auch in Zukunft so bestehen bleiben. "Für die Gesellschaft sind sie die entscheidenden Leistungsträger hinsichtlich der medizinischen Versorgung der Menschen, dies sollten Gesundheitspolitiker und Ökonomen immer bedenken", warnte der Ärztekammerpräsident.

OTS/ÄK

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben