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Gesundheitspolitik 9. Oktober 2011

Innere Medizin: Ausbildung „neu“

Seit einem Jahrzehnt wird über die Weiterentwicklung der Fachärzteausbildung für Innere Medizin diskutiert. Jetzt ist es Zeit zum Handeln, will man den internationalen Anschluss nicht verpassen.

Ein zentrales Thema der 42. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM) widmet sich der Zukunft der Facharztausbildung Innere Medizin. Im Rahmen eines „Presidential Corner“ werden Mitglieder der Ärztekammer, Klinikvorstände und Vertreter der Medizinischen Universitäten Österreichs sowie Fachvertreter aus dem In- und Ausland unter der Leitung von Kongresspräsident Prof. Dr. Otmar Pachinger über die Perspektiven einer Neuorganisation der Facharztausbildung für Innere Medizin diskutieren. Unter dem Motto „Die Attraktivität des Internisten muss gesichert und erhalten bleiben“ sollen dabei die aktuellen Arbeitsbedingungen von Ausbildungsassistenten an den Universitätskliniken und Fachabteilungen überdacht werden, um zukünftig eine optimale Verbindung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung zu gewährleisten. Dafür ist höchste Flexibilität und ein Schulterschluss von Ärztekammer, Gesundheitsökonomen und Krankenhausträgern erforderlich.

Der Internist kann heute nach Ansicht Pachingers durchaus entsprechend seinen Interessen subspezialisiert sein, müsse aber trotzdem ein breiteres Wissen in der Inneren Medizin erwerben, behalten und pflegen. Denn gerade die intellektuelle Auseinandersetzung mit Gebieten über das eigene Spezialfach hinaus macht nach Ansicht der ÖGIM das Gesamtfach Innere Medizin besonders attraktiv für die Zukunft.


Prof. Dr. Otmar Pachinger Medizinische Universität Innsbruck, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin III Kardiologie  Dr. Lothar Fiedler Facharzt für Innere Medizin, Obmann der Bundesfachgruppe Innere Medizin der Österreichischen Ärztekammer.   Doz. Dr. Bernhard Angermayr Facharzt für Innere Medizin, Verantwortlicher für die Fachärzteausbildung der ÖGIM

Unsere Standpunkte (von links nach rechts) 

Standpunkt 1
"Chancen nutzen, Potenzial verwirklichen, Zukunft gestalten."
Ein neues Curriculum hat höchste Priorität. Wir dürfen jungen Internisten die Chancen nicht verbauen.
Prof. Dr. Otmar Pachinger, Medizinische Universität Innsbruck, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin III Kardiologie
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Standpunkt 2
"Kürzere Ausbildung, dafür intensivere Betreuung."
Auch wenn Wahlfreiheit gegeben ist, werden fast alle eine Ausbildung zum allgemeinen Internisten machen.
Dr. Lothar Fiedler Facharzt für Innere Medizin, Obmann der Bundesfachgruppe Innere Medizin der Österreichischen Ärztekammer
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Standpunkt 3
"Mehr Flexibilität, mehr evidenzbasierte Lehre, mehr Zeit."
Ich wünsche mir mehr Flexibilität in der Ausbildung, damit Erfahrung in vielen gebieten gesammelt wird.
Doz. Dr. Bernhard Angermayr, Facharzt für Innere Medizin, Verantwortlicher für die Fachärzteausbildung der ÖGIM
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Von V. Weilguni , Ärzte Woche 40 /2011

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