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Gesundheitspolitik 29. September 2011

Datenklau bei der TGKK: Tiroler Ärztekammer weist Vorwürfe zurück

Dr. Artur Wechselberger, Präsident der Tiroler Ärztekammer, wehrt sich gegen Vorwürfe der TGKK, die Ärzteschaft habe Schuld am Datenleck, durch das über 600.000 Patientendaten öffentlich wurden.

In einem Schreiben an den Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse, Michael Huber, wird dieser aufgefordert, seine "unhaltbare und kreditschädigende Aussage" dazu zurückzunehmen.

Lückenlose Aufklärung gefordert

Zudem fordert Wechselberger die TGKK auf, offen zu legen, ob und auf welcher Rechtsgrundlage die TGKK externen Institutionen Zugriff auf geschützte Sozialversicherungsdaten gewährt hat.

„Sollte sich der Verdacht bestätigen“, unterstreicht der Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, Dr. Momen Radi, die Forderung des Ärztekammerpräsidenten, „dass von der TGKK externen Einrichtungen ohne gesetzliche Grundlage Zugriff auf Daten der Versicherten gewährt wurde, so sind daraus die notwendigen – auch rechtlichen – Konsequenzen zu ziehen“.

Die Ärztekammer sieht ihre seit Jahren geäußerten Bedenken um die Datensicherheit in der Konzeption der elektronischen Gesundheitsakte ELGA nach dem Datenskandal bestätigt.

„Leider müssen offensichtlich erst wiederholt Pannen im Datenschutz offenkundig werden, bis dem Schutz sensibler Daten entsprechend Rechnung getragen wird“, resümiert Präsident Wechselberger. Im elektronischen Datenverkehr der Arztpraxen, sowohl im Befundaustausch wie auch im e-Card-System, würden höchste Sicherheitsstandards die Patientendaten schützen.

 

Quelle: Ärztekammer für Tirol

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