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Gesundheitspolitik 2. Oktober 2011

Rezeptgebührenbefreiung: Online-Ratgeber der NöGKK

Patienten bezahlen derzeit in der Apotheke für jedes Medikament, das auf Kosten der Krankenkasse bezogen wird, Rezeptgebühr von Euro 5,10 (2011). Für chronisch kranke oder sozial schlechter gestellte Personen bedeutet dies oft eine spürbare finanzielle Belastung. Sie profitieren von der Möglichkeit einer Befreiung von der Rezeptgebühr.

Mit dem neuen Online-Ratgeber der NÖGKK (unter www.noegkk.at) lässt sich schnell und unkompliziert herausfinden, ob die Voraussetzungen für eine Rezeptgebührenbefreiung erfüllt sind.

Befreiung ohne Antrag

Automatisch von der Rezeptgebühr befreit sind u. a. Personen, die eine Ausgleichszulage beziehen, Zivildiener, Asylwerber/innen sowie Menschen mit anzeigepflichtigen übertragbaren
Krankheiten (die Befreiung gilt nur für Medikamente, die zur Behandlung dieser Erkrankung nötig sind).

Befreiung mit Antrag

Personen mit geringem Einkommen können sich über Antrag bei der NÖGKK befreien lassen. Das Einkommen darf für Alleinstehende höchstens Euro 793,40, für Ehepaare bzw.
Lebensgemeinschaften maximal Euro 1.189,56, netto pro Monat betragen.
Wer infolge seiner Krankheit einen erhöhten Medikamentenbedarf hat,
kann sich ebenso über Antrag befreien lassen. Jedoch darf das
monatliche Nettoeinkommen Euro 912,41 für Alleinstehende und Euro
1.367,99 für Ehepaare bzw. Lebensgemeinschaften nicht übersteigen.
Hat im Familienverband noch jemand ein eigenes Einkommen, wird dieses ebenfalls berücksichtigt. Antragsformulare liegen in der Krankenkasse auf, sie können auch telefonisch angefordert oder von der Homepage heruntergeladen werden.

Wer von der Rezeptgebühr befreit ist, muss auch keinen Kostenanteil
für Heilbehelfe, kein e-card-Serviceentgelt und keinen Kostenbeitrag
im Krankenhaus bezahlen.

Rezeptgebührenobergrenze

Mit der Einführung der Rezeptgebührenobergrenze vor drei Jahren wurde eine zusätzliche Möglichkeit zur Rezeptgebührenbefreiung geschaffen.
Alle, die einen hohen Bedarf an Medikamenten und ein geringes Einkommen haben, müssen nur solange Rezeptgebühr zahlen, bis die aufaddierten bezahlten Rezeptgebühren in einem Kalenderjahr zwei Prozent des Jahresnettoeinkommens erreichen. Danach ist man für den
Rest des Jahres automatisch von der Rezeptgebühr befreit (alle anderen Selbstbehalte sind in diesem Fall zu bezahlen).

Bei der NÖ Gebietskrankenkasse profitieren 68.000 Versicherte und
deren Angehörige von der Rezeptgebührenobergrenze, 54.000 Personen
sind von der Rezeptgebühr befreit.

Weitere Informationen für Patienten:
NÖ Gebietskrankenkasse
Versichertenservice: 050899-6100
www.noegkk.at

NÖGKK/PH

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