zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 3. April 2009

Forschung an embryonalen Stammzellen bleibt umstritten

Vor kurzem hat US-Präsident Barack Obama das bislang geltende Verbot der staatlichen Förderung für die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen aufgehoben. Nun sollen Richtlinien für die Unterstützung und Durchführung dieser Forschungsrichtung ausgearbeitet werden.

Schon im Sommer 2006 beschlossen die EU-Forschungsminister, dass das Klonen zu Forschungszwecken, Eingriffe zur Veränderung des Erbguts und die Schaffung von Embryonen für die Wissenschaft von einer EU-Förderung ausgeschlossen bleiben. Gleichzeitig wurde aber die Finanzierung der Forschung an embryonalen Stammzellen unter strengen Auflagen erlaubt. „Wir halten das für ethisch bedenklich“, so die damalige Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, die Österreichs ablehnende Position in dieser Angelegenheit vertrat.
Großbritannien und Schweden haben innerhalb der EU die am wenigsten strengen Auflagen bezüglich des Umgangs mit embryonalen Stammzellen. Auch in Spanien werden Frauen finanziell entschädigt, wenn sie Eizellen oder Embryonen für die Forschung spenden.
Kritiker aus verschiedenen Ländern verweisen auf die ethischen Probleme und hohen Kosten dieser Forschungsrichtung, die bislang noch sehr wenig Konkretes gebracht hat.
Nach der schon 2002 kontroversiell verlaufenen Erarbeitung einer Stellungnahme fiel auch die aktuelle vom 16. März 2009 der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt zur „Forschung an embryonalen Stammzellen“ keineswegs einhellig aus.

Download der Stellungnahme der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt: www.bundeskanzleramt.at/bioethik

Von Mag. Christian F. Freisleben-Teutscher , Ärzte Woche 14/2009

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben